Band 
Erster Theil.
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661
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8- 180. Modelle von Kriegs- u. Handelsschiffen, auch Jachten. 661

^ Durchschnitten durch Mitte, Vorder- und Hiutertheil, wodurch die ganze innereEinrichtung und Struktur bei weitem deutlicher ward, als bei den ganzen «der Halb-"wdelleu (Durchschnitten in der Scheidelinie des Kiels), Die tzuecn von 110 Ka-nnen konnte vor allem als Muster eines Linienschiffs neuerer Bauart gelten, ebensoUllcrt, gezeichnet von Lang, welcher gerade in dem Nocll-zmrcl vonWoolwich im Bau begriffen ist, ')

Das von W. M'Laren in London ausgestellte Modell eines Linienschiffs von^0 Kanonen, etwa S Fuß lang, verdient besonders hervorgehoben zu werden, indem^ bis in die kleinsten Details der Bewaffnung, Takelage rc, mit bewunderungswnr-bigrr Ku„st und Sorgfalt gearbeitet war.

Die Kriegsdampfschiffe waren ebenfalls zahlreich vertreten, meistens Schrauben-nhisfe. Die schönsten darunter waren die von der Admiralität ausgestellten.

^ Auch die in England für auswärtige Staaten, z, B, Preußen, Rußland, Türkei ,Ägypten re, gebauten Kriegsschiffe waren in zahlreichen Modellen ausgestellt.

Modelle von Kauffahrtei-, Handels- und Passagierschiffen in ganzen»ud Halbmodellen und im Qucrdurchschnitte waren zu Hunderten ausgestellt, sowohl""f die Anwendung der Segel als des Dampfes berechnet. Wir erwähnen kurz derAN'uieu, welche ini Schiffbau den größten Ruf in Großbritannien genießen oder diedoi, Seiten der Jury prämiirt wurden.

Von allem zeichnete sich aus das Modell des Omen Olon-Iovor, eines Ostindien-^hrers von den berühmten Wersten Green's aus Blackwall. Außer den Modellen^reen's waren es insbesondere die von Wigram, Money nnd Söhne in Black-ausgestellten, in denen die neuesten Grundsätze der Schiffbanknnst am reinsten^ Ausführung gelangt waren. Eine darunter befindliche Fregatte Von 810 TonnenEilten kompetente Stimmen für das vollendetste Muster eines Kauffahrtei-Schnell-^'tzlers erklären. Sie war lang und schmal, vorn außerordentlich scharf gebaut, mitb'st lothrechtem Vordersteeven nnd mit sehr scharfer Krümmung. Wigram und Greenbild überhaupt am berühmtesten als Erbauer schnellsegelnder Kauffahrteischiffe.

Von sonstigen Schiffbauern, deren Modelle für ausgezeichnet befunden wurden,Zähnen wir noch T. I. Ditchbnrn, I. C. Mare nnd Comp. und Robin-^°n und Rüssel in Blackwall; ferner T. n. W. Smith in Newcastle vn Tync,White und T. I. n. R. White in Cowes (Insel Wight ). Aus anderen Län-wurden wegen der eingesandten Schiffsmodelle prämiirt die National-Jn-T^tution in Washington, sowie Schneider aus Lyon (wegen eines Rhone -Dampfbootes). Die meisten der vorgenannten Aussteller hatten Segel- und Dampf-schiffe, einige auch Kriegsschiffe, ausgestellt.

Bon neueren Konstruktionen der Handelsschiffe sind noch die sogenannten Lber-tlligger Lcbooocrs zu erwähnen, welche Bauart immer mehr und zwar nicht^ für Küstenfahrzeuge, sondern auch für Schiffe langer Fahrt in Aufnahme kom-'»eii. Sie sind vorn sehr schmal, ähnlich wie die Nachten, und wird bei ihrem Bau^ Grundsatz befolgt, einen Theil des Raumes für Aufnahme der Frachtgüter zu°ssern, um dadurch eine größere Schnelligkeit zu erzielen.

Die Dampfschleppschiffe älterer nnd neuerer Konstrnktion waren gleichfalls in^"schieden«! Modellen dargestellt.

Interessant war die schon erwähnte Ausstellung von Ditchbnrn iu Blackwall da-durch, daß sie alle seit 1813 im Dampfschiffbau vorgenommenen Verbesserungen ver-anschaulichte. Darunter befand sich auch die Caledouia von 28 Pferdekraft, die 1816London nach Margate und 1817 als das erste Dampfschiff den Rhein auswärts^ Koblenz fuhr.

Die Korporation von London hatte ebenfalls eine sehr belehrende Aus-'^ung aller in den Bereich des Schiffbaues fallenden Gegenstände, Vorrichtungen^ Geräthschasten veranstaltet.