Band 
Erster Theil.
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664
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664 VIH. Klasse. Schisse, Waffen und Ausnistungsgegenstände.

Mehrere aus Amerika eingesandte Schiffsmodelle waren zum Behufe des Unte^richts in der Schiffbaukunst sehr zweckmäßig konstruirt, indem die ganze äußerekleiduug in Charnieren lag und aufgeschlagen werden konnte, um die Besichtign»^der inneren Bauart zu gestatten.

Neben den Schiffen, die der Schönheit oder Zweckmäßigkeit ihrer Form »>>Struktur im Allgemeinen, oder auch nur der in der Anfertigung der Modelle bew^'senen Kunstfertigkeit halber ausgestellt waren, befand sich eine kaum minder bedeutendeSammlung von Schiffstheileu oder Modellen, worin besondere Neuerungen in de»Kunst des Schiffbaues , der Lenkung oder Fortbewegung des Schiffes rc. zurschaumig gebracht werden sollten.

Hierhin rechnen wir vorerst eine Anzahl von neuen Vorrichtungen zur Foltb^wegung der Dampfschiffe, seit mehreren Decennien ein Lieblingsthema für den ^findungSgeist der Schiffbau-Ingenieure. Von allen hier repräsentirten Erfindungenist jedoch nicht eine einzige, welche bereits in irgend einer Ausdehnung praktischgewandt wäre, oder der ein Erfolg mit einiger Sicherheit vorausgesagt werde»konnte. Das einfache Schaufelrad ist bei weitem im größten Umfange in Anwe»'düng; von Abänderungen desselben ist das sogenannte Morgansche Rad mit beweg"liehen Schaufeln (die sich stets senkrecht eintauchen und ebenso wieder aus dem W»ss^heben) die meist verbreitete, namentlich bei Flußdampfschiffen und überhaupt Pass»"gierfahrzeugen, bei denen man eine möglichst große Schnelligkeit und einen sehr »»'higen Gang erreichen will. Modelle hiervon, und darunter prachtvoll ausgeführtwaren in großer Zahl vorhanden. Nächst dem Schanfelrade wird die Schrankimmer häufiger zur Fortbewegung der Dampfschiffe angewandt; man baut sie Mschon nach ziemlich stabilen Verhältnissen mit zwei Flügeln, jede ein Sechstheil ein^ganzen Schraubengauges bildend, die sich in einem Ausschnitt des Hintersteeve»^drehen. Diese Konstruktion rührt von Smith her. Maudslay Söhne undhaben sie dahin abgeändert, daß sich den beiden Flügeln eine Vierteldrehung gebe»läßt, damit sie mit der scharfen Kaute das Wasser durchschneiden, wenn man siHblos der Segel zur Fortbewegung des Schiffs bedienen will. Die Anwendung »»»zwei Schrauben zu beiden Seiten des Hintersteevens, wie sie z. B. in Modellen »»»I. Buckland aus Greeuwich dargestellt war, oder in den Ausschnitten von zwei tff'trennten Hintersteeven (mit zwei Steuerrudern), wie Carpenter vorschlägt, wirdden Praktikern Verworfen.

A. B. Stnrd e e in Woolwich will einen doppelten Hintersteeven mit zwei Ste»^"

rudern anbringen und die Schraube dazwischen placiren; auch dieses Projekt h»nichts für sich.

Außer dem Schaufelrad und der Schraube hat sich in der Praris noch be>»Fortbewegungssvstem Bahn gebrochen. Wir erwähnen in der Kürze eines Theils deedurch Modelle veranschaulichten dargestellten Erfindungen von neuen Methoden ^Fortbewegung der Schiffe (^rogeHers), um zu zeigen, iu welchen Richtungen »M»das Problem zu lösen sucht.

Von W. P. Fly eu in London ein Schaufelrad, dessen Schaufeln nicht mit d^Achse parallel, sondern ungefähr in einem halben rechten Winkel schief stehen, »»'so die Wirkung des Rades und der Schraube mit einander zu verbinden.

Ion es in London wendet statt des Rades eine einzige große Schaufel »»'welche ant untern Ende einer Pläuelstange befestigt ist, worin sich die Krummzap^von zwei senkrecht übereinander liegenden Kurbelwellen drehen. Diese Wellen werde»von der Dampfmaschine aus in übereinstimmende Bewegung gesetzt, und führenSchaufel bei ihrer rotirenden Bewegung stets in senkrechter Richtung. Der Halbmesserder Kurbeln muß natürlicherweise so groß sein, daß die Schaufel während der oberHälfte der Drehung gänzlich außer Wasser ist; sie wirkt also auch bloß intermittire»