666 Klasse. Schiffe, Waffen und AusrHstmigsgegensläiide.
ausströmen zu lassen, bewirkt man eine vor- oder rückwärts gehende, schnellere oderlangsamere Bewegung des Schisfes bis zum völligen Stillstände, ohne irgend eineVeränderung im Gange oder in der Schnelligkeit der Dampfmaschine vornehwe»zu muffen.
Mit Ausnahme etwa der beiden letzten Projekte (die übrigens sehr bald in de»Räumlichkeits - und Schnelligkeitsverhältnifsen ihre Schranke finden würden, sobaldes sich um bedeutende KraftLnßernngcn handelte), muß den hier zur Ausführunggebrachten Erfindungen theils vom wissenschaftlichen, theils vom technischen Stand-punkte aus jede Bedeutung abgesprochen werden. Auch find die vorgeschlagenen Me-chanismen vielfach der Art, daß in der starken Abnutzung der beweglichen Theile einunüberwindliches Hinderniß für ihre praktische Anwendbarkeit liegen würde.
Des in dieser Klaffe mit der Preismedaille belohnten Marineleims vou Jefferh,Walsh und Comp. haben wir schon oben (S. 464) erwähnt.
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Schiffsgeräthschafteil, Anker, Spillen, Masten, Blöcke, Blitz-ableiter für Seeschiffe und Schiffsmöbel.
Bon den ausgestellten Schiffsgeräthschafteil erwähnen wir zuerst derAnker. Das bekannte Haus Brown, Lcnnor und Comp. hatte solche in ver-schiedenen Dimensionen ausgestellt, wie sie in der Kriegsmarine vorschriftsmäßig ein-geführt sind. Der größte derselben wog nicht weniger als 101 Centner. Die Aus-führung war ein wahres Meisterstück der Ankerschmiedekunst.
Neben diesen Rormalankern fignrirten die allerverschiedensten Konstruktionen, vondenen indeß nur zwei besonders hervorzuheben sind, und zwar zuerst:
Der Rvdgersche Patentankcr, ausgeführt in den verschiedensten Größen vo»For, Hend er sou und Eomp. Derselbe unterscheidet sich von dem gewöhnliche»Anker zunächst in der Konstruktion der Arme, Flügel und des Ankerstocks. Die Ar»»sind im Querschnitt keilförmig oder vielmehr wie ein Paralleltrapez mit gebrochene»Ecken konstrnirt, die dünnere Kante nach dem Schaft hingckehrt. Die Flügel si»^weit kleiner, als beim Normalanker, und ist ihre Angriffsfläche nicht platt, sonder»etwas keilförmig, sie habe» also in der Mitte eine stumpfwinklige Kante und falle»nach beiden Seiten ab. Desgleichen ist die obere Fläche des Flügels nicht gradlimchsondern die beiden Ecken stehen spitzwinklig heraus, so daß der Flügel ungefähr d»Gestalt einer Pfeilspitze mit Widerhaken annimmt. Bei kleineren Ankern für de»Gebrauch auf Flüssen, in Häfen re. werden diese Widerhaken jedoch weggelassen. D^'Schaft des Ankers ist nicht rund, sondern bildet im Querschnitt ein Viereck (vor»gleichseitig, nach den Armen zu länglich ansteigend) mit gebrochenen Kanten.Ankerstock ist bei den Rodgerschen Ankern stets und auch bei den größten Eremplarc»von Eisen. Abweichend indeß von der sonst bei Anwendung eiserner Stöcke übliche»Konstruktion, den Stock durch ein im Schaft befindliches Loch zu stecken, geht hie»der Schaft vierkantig durch den Ankerstock und wird durch einen Keil befestigt. Die-ser Anker ist seit ungefähr 6 Jahren in der Britischen Marine in ziemlicher Aus-dehnung zur Anwendung gelangt. Vor dem gewöhnlichen Anker mit runden Ar»»»und flachen Flügeln besitzt er den unbestreitbaren Vortheil, daß er bei hartem Gru»bweit leichter und tiefer eingreift und sehr festsitzt; aus dieser Ursache hat er zunächstEingang gefunden. Manche Schiffe führen ihn als zweiten Anker mit. Seine Kon-struktion gestattet überdies eine Verminderung der Dimensionen und des Gewichts-er wird vom Erfinder für Schiffe von 100 Tonnen (altes Maaß) zu 5 Centner, vv»