Band 
Erster Theil.
Seite
667
JPEG-Download
 

§. 183. Schi'ffsgeräthschaften rc.

667

Tonnen zu 23 Ctr., von lOOO Tonnen zn 42 Ctr. und von 2000 Tonnen zn^tr. Gewicht angefertigt.

. Portcr's Anker unterscheiden sich dadurch von der gewöhnlichen Konstruktion,"ß Schaft und Arme aus zwei besonderen Theilen bestehen. Der Schaft umfaßteiner Gabel die Mitte des Arms und ein durchgehender Bolzen verbindet beide.^ Arm ist also wie in einem Charnier beweglich, und muß sich also beim Ein-des untern Flügels der obere mit seiner Spitze auf die obere Fläche desSchuftes legen. Die Krümmung des Armes hat daher auch einen geringeren Durch-als gewöhnlichen Anker, weil der Flügel sonst einen viel zn großen- ">kel mit dem Schafte bilden und nicht gehörig in den Boden eingreifen würde,"s Anfliegen des obern Flügels auf dem Schaft gewährt den Vortheil, bei seich-Wasser den darüber wegstreichenden Kiel eines Schiffes nicht so leicht zn ver-auch kann sich bei Drehungen des Schiffs die Kette nicht mehr unter dem"" Flügel fangen und den Anker umwerfen, wie bei der gewöhnlichen Konstruk-mit festem Arm. Dieser neue Anker findet gleichfalls Aufnahme; sogar in der^gsniarine ist er, wenn auch bis jetzt nur versuchsweise, znr Anwendung gekommen.. Als wcrthlos kann man dagegen den Znglefieldschen Anker ohne Stock be-^^n, der gleichfalls bewegliche Arme hat. Dieselben drehen sich bis zu einemKiffen Punkte um ihre eigene Achse und haben die Flügel anf der Seite sitzen, soNnnier beide zugleich in den Grund eingreifen.

Das Gleiche gilt von Erall'S Anker mit den Flügel» ohne Schaft und Stock,"" Smale's Anker zum AuSeinandernehmcn w.

Von Schiffs- und Ankerkettcn wies die Ausstellung alle denkbaren Formenensionen anf, bis zu den kolossalsten Ketten von Brown, Lcnnor und^°"'P., deren Glieder aus 2jlzölligem Rundeiscn bestehen. Kapt. S. Brown hatUm deren Konstruktion die größten Verdienste erworben. Er erhielt auch die^isniedaille für die ausgestellten Ketten mit den durch ihn ersnndenen, jetzt allge-angewendeten 8ta/ gms in der Mitte jedes einzelnen Kettengliedes.

Eine außerordentliche Menge von Spillen war ausgestellt, mit den Verschieden-heiten Hcbclvorrichtnngen, um beim Heben des Ankers durch wenige Personen eineKraft entwickeln zn können. Die solideste unter den vorhandenen Konstruk-^üen war Wohl die von I. Gladstonc jun. in Liverpool mit vier schmalen^»Mrädern an der Spille, in deren Zähne acht Passen eingriffen, die durch die ab-^chselnde Bewegung eines Doppelhebels die Drehung der Spille bewirkten,g-, Die in der Französischen Ausstellung befindliche Spille von Kapt. Barbottinrühmlichst zu erwähnen.

m. Vrown, Lenor und Comp. hatten statt der Kammräder und Passen glatte'wer ant Bremsen angewandt, die durch die Wirkung des Hebels angezogen wnr-^ Und die Spille mitnahmen. Diese Konstruktion ist keinesfalls von so sicherer^kn»g als die erstgenannte, welche allerdings mit zahllosen Abweichungen in Form

!"'ü Dürr

bild

'"Ost

f Stärke der Zahnräder, Zähl der Passen, Anordnung des Hebelwerks w. die am

e» verbreitetste ist.

N, A. Znglefield hatte auf den, Modell eines Dampfschiffs die Spille durchTriebwerk mit der Maschine in Verbindung gebracht, eine Methode, die weit grö-Nachthxsse besorgen läßt, als sie Vortheile in Aussicht stellt.

^ Die ausgestellten Hebclvorrichtungm für Gangspillen boten nichts Bemer-

h Anter der großen Zahl von ausgestellten Blöcken (catblocks) zeichneten sich dieEsdacles und Margrave in London gearbeiteten besonders aus. Sie sindVothway erfunden und unterscheiden sich wesentlich von den gewöhnlichen miteisernen Bund umfaßten aus einem Stück Hotz gearbeitetenDer Körper besteht aus zwei oder mehr hölzernen Scheiben mit Zwischenlagen,