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§. 192. Belgische Waffen, Ziinbmittel rc.
England.43 Frcs. — Cents.
Norwegen.78 - — -
Preußen.38 - — -
desgl. Zündnadelgewehr.54 - - -
Diese Preise sind äußerst billig und theilweise bedeutend niedriger, als viele^ '»aten die Militairgewehre in ihren eigenen Werkstätten herstellen. Das Preußische^nfanteriegewehr ist noch ungefähr 10 Sgr. billiger, als es bei den gegenwärtigen'»gewöhnlich niedrigen Preisen von den Thüringischen Gewehrsabriken geliefert wird.Übrigens ist bekanntlich der Preis von der Kontrolle außerordentlich abhängig, der^ fertigen Gewehre unterworfen werden und die z. B. in Preußen eine außeror-»tljch sjrxi^x ist. Man kann also hieraus noch keineswegs den Schluß ziehen, daß^ehaupt die Snhler Militairgewehre theurer seien, als die Lütticher; eristirt aberM Unterschied, so ist er hierin jedenfalls nur klein, während er in den Jagdwaffen^'dings etwas größer ist.
^ Das Norwegische Gewehr (Lauf und Bajonett brunirt) hat im Wesentlichen dieObstruktion der von Schalter in Suhl ausgestellten und oben bereits erwähnten»chse. Wenn die Pulverkammer aufgeklappt ist, so wird zuerst das Zündhütchen»l den an der unteren Fläche, der Kammer befindlichen Piston aufgesetzt, und dann^ die Patrone eingelegt. Für dieses Aussetzen des Hütchens ist das Norwegisches?'»dhr bequemer als das Schallersche, unbequemer jedoch in Bezug auf das Znrück-^->gm der Pulverkammer, wobei die linke Hand zu Hülfe genommen werden muß,»! die Kammer wieder an Ort zu bringen, was bei der Schallerschen Büchse einzig» der rechten Hand durch das Zurückschlagen des Hebels bewirkt wird.
Das ausgestellte Zündnadelgewehr war den Preußischen Mustern fast ganz genau"'chgeähint. Der Preis von 54 Frcs. ist ungefähr derselbe, wozu das Zündnadel-^ehr von den Königl. Preußischen Gewehrfabriken hergestellt wird.
. Von besonderen Konstruktionen an Militairgewehren erwähnen wir hier zuerstbon Ancion vorgenommenen Vereinfachung des Zündnadelgewehrs. Hierbei»m der erste Griff, nämlich das Herausziehen des Schlößchens, weg, und der KnopfNadelbolzens legt sich nicht eher wieder vor die Fahne des Abzugs, als bis die»je Kammer in der Hülse zurückgeschoben worden ist. Beim Wiedervorschieben derhnnier zur Herstellung des Verschlusses folgt das Schlößchen dieser BewegungM und bleibt zurück, weil eben der Bolzenknopf jetzt vor dem Abzug liegt; will. nun die Spiralfeder spannen, so schiebt man, wie beim Preußischen System,h Schlößchen in die Kammer, in welcher Stellung es Lurch eine Sperrfeder fest-halten wird. Zugegeben, daß man bei dieser Vereinfachung durch Wegfall desam Griffs etwa um eine Sekunde schneller laden konnte, als beim Preußischen^ so führt sie doch Nachtheile mit sich, die jenen kleinen Vortheil mehr als^»llviegei,. Erstens steht beim Laden die Nadel so weit aus dem Nadelrohr vor, als^ ^im Abfeuern vorgedrungen war; die Kammer muß also sehr weit zurückgeschoben^beu, uu, bequem laden zu können, auch ist die Nadel der Gefahr ausgesetzt, abgebrochenverbogen zu werden. Und zweitens fehlt jene Sicherung gegen willkürliche Achsen-das W und Zurückfallen der Kammer, welche beim Preußischen System darin liegt,
2 » dsr Griff des Schlößchens, wenn das Gewehr gespannt oder abgeschossen ist,°*» in dem Einschnitt der Hülse liegt und so dem Knopf der Kammer nicht gestattet,
H ^ der vorerwähnten Erweiterung des Einschnitts der Hülse herauszutreten und denSchluß aufzuheben, bis man zum Zwecke des Ladens das Schlößchen heraus-^jogen h^. zz^ter Berücksichtigung dieser Nachtheile wird man die beschriebene^^infachung als einen technischen Fortschritt nicht wohl bezeichnen können. Dasyj" Ancion ausgestellte Zündnadelgewehr nach diesem System kostete 6 Frcs. we-als nach der Preußischen Konstruktion, welcher niedrigere Preis indeß inunbedeutenden Vereinfachung des Mechanismus unmöglich begründet sein konnte.