Band 
Erster Theil.
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695
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§. 192. Belgische Waffen, ZUndmittel rc. 095

Wüchse mit aufgestecktem Hirschfänger kostete 8g Frcs., war also auch weit theuerer,^ die sonstigen Militairgewehre. Ein Lnrus-Doppelgewehr kostete 229 Frcs. 30 C.Von den sonstigen in Europäischen Armeen zum Gebrauch der Jäger unds chützen eingeführten Büchsen erwähnen wir noch des Mini eschen Gewehrs der^ger von Vincennes, der einzigen Truppe, wobei dieses System bisher tm Großen^ Anwendung gekommen ist. Eine Büchse mit aufgestecktem Hirschfänger kostete beibOvn und Comp. 65 Frcs., mit Bajonett nur 37 Frcs. 7S Cents.

Plunderbüchsen zum Gebrauch in Seekriegen waren in sehr verschiedener Aus-ausgestellt, zn Preisen von 14 Frcs. 80 Cents, bis 25 Frcs.

. Die Pistolen von Ancion, das Paar von 2 Frcs. 50 Cents, an bis zu 150 Frcs.^Plen jede nur deiObare Konstruktion, die für diese Waffe versucht worden ist. Mitffonderer Liebhaberei hat man hierbei die Richtung verfolgt, eine große Zahl vonchüffen ohne Unterbrechung abgeben zu können. Die Zahl der Läufe stieg bei den^ionschen Pistolen von 1 bis zn 18. Die Art, wie diese Waffen geladen werden,°vie Borrichtungen, wornach die Läufe sich um eine gemeinschaftliche Achsebhen, so daß nach jedem Schuß ein anderer Lauf in die Richtung der Bistrlinieweichen zwar vielfach von einander ab; es war jedoch nichts ausgestellt, worin/b eine absolute Neuerung oder eine unzweifelhafte Verbesserung erkennen ließ. Esffanden sich darunter auch von den sogenannten Amerikanischen Pistolen, worauf wir,^ker unten zurück kommen. Ueberhanpt ist Nordamerika das Land, wo die viel-"Ufigen Pistolen am beliebtesten und am weitesten verbreitet sind; der Hauptabsatz,^ Lüttich in diesen Waffen hat, geht dahin.

Die gewöhnlichen Kavalleriepistolen kosteten das Paar von 12 Frcs. 35 Cents,wie sie auf der Westküste Asrika's im Gebrauch sind, bis zu 32 Frcs. für die^herifchxn Reitcrpistolen; für Kavallerieoffiziere steht das Paar auf 66 Frcs.Pistolen für Schiffe mit Dolchbajonnet stiegen von 41 bis 53 Frcs., ohne Dolch

^0 Frcs. io Cents. Einfache Scheibenpistolen (mit gezogenen Läufen) kosteten vonbis gg Frcs., doppelläufige von 38 bis 03 Frcs. das Paar. Eine Eprouvette (um^ Kraft des Pulvers zu prüfen) kostete 10 Frcs.

Von einzelnen Gewehrtheilen, die Ancion und Comp. ausgestellt hatten, sinddjx KEsx süo die in der Levante üblichen Gewehre zu erwähnen, sehr lang, miteinem Kaliber und in der äußern Form einem langen Kanonenrohr ähnlich mit^>n abgerundeten Aufwurf an der Mündung.

Von dieser reichen und im höchsten Grade verdienstvollen Ausstellung Ancion'S^den wir uns kurz zu den vorzüglichsten Leistungen der anderen Lütticher Aussteller., Zuerst ist hierbei einer Doppelflinte von H. Tourey zn erwähnen, dem theuer-Gewehr der ganzen Ausstellung im Preise von 10,000 Frcs., die dem Berneh-von Sr. Köuigl. Hoheit dem Prinzen Albert angekauft worden ist. Wie-höchst elegant und geschmackvoll, übertraf sie doch dem äußeren Ansehen nach^ von den Pariser Waffenfabrikanten zum halben Preise ausgestellten Gewehre kei-^^Ss. Ihr Werth beruhte aber in der hohen künstlerischen Vollendung, womitM Gold eingelegten Figuren gezeichnet und gearbeitet waren, so wie in demMitzwerk des Kolbens und namentlich auch in der unübertrefflichen Gravüre der^ Pnbein-Einlagen, von einem der ersten Belgischen Künstler dieses Fachs gear-Dabei war der blank gebeizte Lauf von dem zartesten Türkischen Damast inV^r Feinheit und Gleichmäßigkeit der Zeichnung, die vielleicht noch nie zuvor erreicht/wden ist. Gg zojgw zwar das Ensemble der Pariser und der Lütticher Ausstellung""1 richtig an, daß dort die Luruswaffeu Hauptsache, hier mehr Nebensache sind,sie Harnes gleichzeitig, daß Lüttich befähigt ist, das Höchste nach allen Rich-^ leisten, möge mcm ""f Wohlfeilheit, auf Güte oder auf Schönheit° künstlerische Vollendung den größeren Nachdruck legen. Tourey hatte auch diePistolen der Lütticher Ausstellung geliefert, in ähnlichem Geschmack gearbeitet,