Band 
Erster Theil.
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696
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696 VHI- Klasse. Schisse, Waffen und Ausrüstungsgegenstänbe.

wie oben bei Gostinne und Renette und Gouvain aus Paris erwähnt und dabei »»-verhältnißmäßig billiger.

Den Leistungen von Tourey schließen sich die von N. C. Lardinois an. SO"Meisterstück war eine Büchse in Schweizer Art in einfachem braunem Lauf ausstahl, durchaus nicht mit Verzierungen überladen. Von I. Thonet ist besonde^zu erwähnen: ein Jagdgewehr mit Etui und Zubehör zu 1500 Frcs. Die Läufe bffzum Ende des Schafts fein gefalzt, Schloß und Beschläge reich und geschmackvollGold ausgelegt. Außerordentlich wohlfeil erschien namentlich eine Doppelflinte »o»

I. M. Tinlot mit sehr geschmackvoll im Styl LudwigXV. verziertem Kolben zu d«>"niedrigen Preise von 700Frcs. Lepage hatte eine höchst vollständige Sammlung """solchen Luruswaffen ausgestellt, die schon mehr zu den kurrentenWorten gehören,worin die Billigkeit der Lütticher Fabrikation ganz besonders hervortritt. Diese SarN"^lung war insbesondere als eine vollständige Musterkarte der feinsten Damastarten zu ^trachten, in deren Herstellung Lüttich bis jetzt unerreicht geblieben ist. Neben d!"blank gebeizten Läufen in Türkischem Damaste kommen in letzterer Zeit namentlichdie äawas moucliotös und ähnliche Sorten in Aufnahme, mit tief schwarzblaue"'Grunde, woraus sich die Zeichnung des Damasts blank hervorhebt. Man bezeichndiesen Damast in Suhl als schwarz und weiß. Im klebrigen wird immer noch ^größte Theil der Läufe ganz einfach brnnirt.

Die Ausstellung von Gebrüder Renkin stieg, wie die von Ancion, bis zu de"gewöhnlichsten Waffen herab. Von den verschiedenen Systemen von selbstthätige"Sicherungen fanden sich hier zwei bei England schon erwähnte Konstruktionen "" ^

demselben Gewehre vereinigt. Das Gewehr kann sich hiernach nicht eher entlade"-als bis die rechte Hand den Kolbenhals umfaßt hat und gleichzeitig der Kolben "" !

die Schulter gebracht ist. Bei einer Pistole ward die Sicherung durch eine Achst""drehung des Laufs bewirkt, welche den Pisten außer den Bereich des Hahns brachtkleberhaupt bedarf es kaum der Erwähnung, daß die Ausstellung der vielseitigenfür den Gebrauch aller Nationen arbeitenden Lütticher Massenfabrikation jede de»llbare Abweichung in Konstruktionen oder Systemen zeigte, die irgendwo bekannt odOnur in einigem Umfange in Anwendung sind. Wir erwähnen darunter noch ein^Doppelflinte von N. Bernimolin zu 300 Frcs., worin das bei Frankreich erwählSystem Lefaucheur in der Art zweckmäßig abgeändert war, daß der oben heraustretende Stift wegfiel. Das Hütchen war vielmehr unten in der von einer kupferne"Hülse umschlossenen Patrone in der Seelenachse angebracht, und ward durch de"Schlag des aus einem Loche des Schildes in Gestalt eines Stiftes hervortretende"Hahnes entzündet. Will man diese Konstruktion aber noch als eine kleine Verliesst"rung des Systems Lefaucheur betrachten, so bleibt doch gegen das ZündnadelgewePder Nachtheil eines mangelhaften Verschlusses und der weit theureren Patronen.

Schließlich erwähnen wir noch der eleganten Lurusgewehre von A. Jansen e"Brüffel, sowie von N. Plomdeur und L. Dehousse in Lüttich , der reichen Au^"wähl von Pistolen von L. Malherbe (von 3 Frcs. 80 Cents, bis 110 Frcs. da^Paar), und der ausgezeichneten Zündhütchen von Falisse und Trappmann >"Lüttich . 2)

Außer den Fabriken für Handfeuerwaffen hat Lüttich bekanntlich auch eine dOgrößten und berühmtesten Geschützgießereien, die dem Staate gehört und vom Ober!Fre'döric dirigirt wird. Ausgestellt waren mehrere Geschütze nach Preußischen, lllffderländischen und Belgischen Mustern, aus Koaks- und Holzkohleneisen gegossen.nicht abgedrehten Stücke und die Kugeln zeigten insbesondere einen außerorderitliwreinen Guß, der die hohe Kunst der Formerei bewies. Das schönste Geschützein kurzer LIPfünder nach Preußischem Modell von unübertrefflicher Reinheit undDichtigkeit des Gusses. Unter den Kugeln war auch eine Bombe, wie sie 1832 a»dem Uortior monstro in die Citadelle von Antwerpen geworfen wurden. Die Knge