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Erster Theil.
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700
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700 VIII. Klasse. Schiffe, Waffen und Ausrüstungsgegenstände.

Die Ausfuhr Frankreichs betrug

1836

1843

1848

Kil.

Kil.

Kil.

Kriegswäffen.

. 49,566

10,650

1,352,419

Handelswaffen.

. 5,241

146,642

1,362

Jagd- und Luruswaffen.

. 30,73»

30,6»9

43,823

Summa...

. 85,546

187,991

1,397,604

Die Ausfuhr geht größtentheis nach Afrika ,

Spanien ,

Toscana, Sardinien ,

Dänemark , nach letzteren 3 Staaten insbesondere in dem Kriegsjahr 1848.

Zu den Leistungen der einzelnen Aussteller übergehend unternehmen wir es nicht,unter den vielen Leistungen des feinsten Geschmackes und des ausgesuchtesten Luruseine Einzelne als die beste zu bezeichnen, um so weniger, als Untersuchungen überdie Leistungsfähigkeit der Gewehre, welche Lei gleicher Vollendung der Form undArbeit den Ausschlag zu geben hätten, nicht angestellt werden konnten. Hierin würdesich übrigens wohl kein bedeutender Unterschied herausstellen, denn es läßt sich selbst-redend voraussetzen, daß man nicht Tausende für dekorative Zwecke aus einen Ge-genstand verwendet, der nicht auch in den Beziehungen, wovon seine praktische Tüch^tigkeit abhängt, aufs aller sorgfältigste ausgeführt worden ist.

Das schönste was bei einer vollständigen Rücksichtnahme auf die praktische Be-Nutzung der Waffe in Verbindung mit Lurus, Geschmack und Kunst geleistet wordenwar, dürste eine Doppelstinte von Le Page - Montier in Paris sein, die zuMPreise von 4000 Frcs. ausgestellt war. Der Kolben war von Ebenholz in pracht-vollem Schnitzwerk mit eingelegten Schildern in altgothischem Style verziert, dieuntere Hälfte der Läufe matt blank gebeizt und mit reichem Laubwerk in hoch er-habener Arbeit bedeckt, meisterhaft gezeichnet und ciselirt. Zur Seite jeder Pulver-kammer war in Hautrelief ein ruhender Hund aus dem Ganzen ciselirt, währenddie Hähne gleichfalls in der Form von Hunden, die beim Herabfahren jenen erstenangreifen, aufs kunstvollste ausgearbeitet waren. Die Abzugsbügel bestanden ausfeinem verschlungenem Astwerk mit Weinlaub, alles in matt geätztem Stahl. JederPrunk war vermieden, aber je weniger die Arbeit aufs Auge berechnet war, je mehrließ eine genaue Untersuchung ihren hohen Knnstwerth hervortreten. Von Französinward sie mehrfach als eine solche bezeichnet, die in Frankreich weniger Glück machenwürde, da ihr Styl zu düster und ernst, zu sehr ä I'allvmanä gehalten sei.

Unter den vielen Arbeiten von le Page, welche sämmtlich die hohe Meisterschaftihres Urhebers bekundeten, heben wir noch in Bezug auf Konstruktion eine Thou-veninsche Büchse hervor. Die Züge bei dieser und fast allen andern Französischen Büchsen waren sehr fein, sogenannte Rosenzüge, meist 10 bis 20 an der Zähl, alleHalbrund ausgearbeitet, so daß der Balken den Querschnitt eines sphärischen Dreieckshatte. Eine andere Büchse von le Page hatte 2 unter einander liegende Läufe, jederdahin eingerichtet, um 2 Schüsse auf einander zu laden. Sie war mit 4 Schlösser»versehen, die nach der Reihe durch einen gemeinsamen Drücker bedient wurden. DasSystem ist übrigens längst bekannt und durchaus nicht empfehlenswerth, da dervordere Schuß leicht den Hinteren mit entzündet.

Eine Büchse von Devisme in Paris im Preise von 4000 Frcs. schloß si^mit gleichen Ansprüchen auf vollendete Meisterschaft den erwähnten Arbeiten amDer Kolben war von Ebenholz, kunstvoll geschnitzt, der Lauf tief ciselirt, desgleichendie ganze Garnitur in massivem Silber. Zwei Doppelgewehre, jedes im Preise v§n2,500 Frcs. mit eingelegten Silberornamenten im Renaiffancestyl verdienen gleichfallsehrende Erwähnung. Außerdem hatte Devisme eine Büchse ausgestellt, auf Kugelnmit stählernen Spitzen eingerichtet, die eine beigefügte Eisenplatte von 1 CentimeterDicke auf 50 Meters Entfernung durchbohrt hatten. Versuche mit solchen Kugelnsind übrigens nicht neu; in Preußen wurden sie schon vor 10 Jahren durch den