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Erster Theil.
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§. 196. Französische blanke Waffen.

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Hinsichtlich der Anfertigung von damascirten Läufen ist noch eines neuenWeins von Gastinnc-Renette zu erwähnen, welches durch Ausstellung einesWlb vollendeten Laufes veranschaulicht war. Die gewundenen Stäbe werden hier-""ch nämlich nicht platt, sondern dreieckig (im Querschnitt eines glcichschenklichen^chtwinkeligcn Dreiecks) ausgestreckt, so daß die erste Windung um den Dorn (wobeidem rechte» Winkel gegenüberliegende Fläche auf dem Dorn liegt) im Aeußercn^ Gesucht einer gewöhnlichen Schraube mit dreieckigem Gewinde darbietet. Um'dse erste Windung wird eine gleiche zweite gelegt (die rechtwinkelige Ecke dem Dorn^gekehrt), wodurch die Schraubengänge ausgefüllt werden, so daß nun die Form^"es glatten Cylinders auch im Aenßern des Rohrs hergestellt ist; alsdann folgtss Schweißuug und weitere Behandlung wie gewöhnlich. Bei diesem Verfahrennicht etwa die Crzielung eines eigenthümlichen oder besonders schönen Damastesbabsichtjgt; es ist im Gegentheil klar, daß eine weit größere Vorsicht und Geschick-Wkeit des Arbeiters erforderlich ist, um eine so gleichmäßige Zeichnung zu liefern,beim gewöhnlichen Verfahren. Wohl aber soll hierdurch eine größere Wider-i »»dsfähigkeit gegen das Zerspringen erreicht werden. Mehrere Pariser Waffenfa-ckka„ten sprachen sich günstig über dieses System aus.

Auch einige Büchsen mit Gußstahlläufen waren ausgestellt; zu irgend einer^gedehnteren Anwendung ist dies Material indeß in Frankreich noch nicht gelangt.. Von M. Boche in Paris war eine große Auswahl der prächtigsten Schießge-sschschaften ausgestellt, worunter besonders die reich mit Silber garnirten Pulver-^e»er bemerkenSwerth Ware». Stierhörner sind jetzt ganz besonders in Mode.

Zündhütchen waren in eben so großer Auswahl vorhanden, namentlich vonGevelot und Lemaire in Paris , die auch die vorerwähnten Lefauchenrschen Pa-nnen im Großen anfertigen. Die für Lurusgewehre bestimmten Hütchen wareniWlintljch fein gerippt, zum Theil auch versilbert oder vergoldet. Einzelne Sorten^tten eine sechseckige Form; insofern dieselben für runde Pistons bestimmt waren,Zähren sie offenbar einen geringeren Schutz gegen die Einwirkung der Feuchtigkeit^s die Zündmafse, als die runden Hütchen. Außerdem hatte Gevelot sogenannteknlminants ausgestellt, Hütchen, die in die Spitze einer Kugel eingelegt^den, und sich durch deren Anschlag an einen festen Körper entzünden. Sie sollen^"lentlich dazu dienen, Munitions- und Pnlverwagm in die Luft zu sprengen.Preußen hat man solche Geschosse schon seit mehreren Jahren angewandt.

§. 196 .

Französische blanke Waffen.

Auch hierin war, wie bei den Schießwaffen einzig die Lnrusindustrie repräsentirt.^ Hauptplätze, wo Klingen fabrikmäßig angefertigt werden, namentlich Chatille-und Klingenthal , waren gar nicht vertreten, wie wir dies auch bei den kurren-^ Artikeln der Birminghamer Klingenfabrikation gefunden haben. Für die Solin -^ Ausstellung war dies zu bedauern, indem sich ihr Uebergewicht in Preisen und""litäten dann nur um so augenfälliger herausgestellt hätte. Denn die Französische. "Wmfabrikation kann sich noch weit weniger mit ihr messen, als die Birminghamer ,es bn gleichen Qualitäten die Preise ganz enorm theurer sind. Trotz des hohen,^schließlich aller Zuschläge auf 418 Frcs. pro 100 Kil. stehenden Zolles (Militair-^sfen si,,d gänzlich prohibirt) werden immer noch Klingen aus Solingen nach^ukreich geführt.

Die Einfuhr blanker Waffen in Frankreich war:

1836 1,041 Kil. 1843 3,317 Kil. 1848 1,673 Kil.

Quanta sind allerdings unbedeutend; etwa 4- davon ist Solinger Fabrikat.

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