706 V9I. Klasse. Schiffe, Waffen und Ausrüstungsgegenständc.
ie Ausfuhr betrug:
1836
1843
1848
Kil.
Kil.
Kil.
Kriegswaffen.
4,325
10,411
Handelswaffen.
. . 1,615
1,678
605
Luruswaffe» ..
. . 14,031
14,820
6,986
Summa . .
. . 40,662
20,823
27,092
Die Ausfuhr ist also gleichfalls nur unbedeutend; sie geht meistens nach Aegps'ten und den Französischen Kolonien.
Die Anfertigung von blanken Lurnswaffen hat ebenfalls ihren Sitz inwelches fast durchgängig den Sieg feiert, wo der Geschmack und Schönheitssinn ^Ausschlag zu geben habe». Während übrigens dort die feineren Gewehre a»waußerordentlich theuer sind, kann dies von den blanken Waffen keineswegs behaus'tet werden. Im Gegentheil war hier schon für verhältnißmäßig geringe Preise etw^außerordentlich Schönes geleistet, namentlich auf äußeres Ansehen berechnet.vorherrschende Charakter in der Verzierung der Seitengewehre war die VergoldunS-die häufig das ganze Aeußere der Waffe, Griff, Heft und Scheide vollständigdeckte. Ueberhaupt habe» es die Franzosen im Vergolden auf Eisen wie im Br""'ziren bis zur höchsten Meisterschaft gebracht.
Was oben vozr der Billigkeit der Pariser Lurnswaffen gesagt ward, fanderster Ordnung seine Anwendung auf die Ausstellung von de la Cour aus Par>§'Unter seiner reichen Sammlung der elegantesten Säbel und Degen kostetetheuerste Stück nur 225 Frcs., ein prachtvoller Mameluck in rothsammetner Sch^mit drei vergoldeten Stück Beschlägen und elfenbeinernem Griff. Von außerordest'lich reichem Ansetzn war auch ein Hayti-Säbel, Scheide und Griff vollständiggoldet und in äußerst schöner getriebener Arbeit, dessen Preis nur 100 Frcs. betrUS'
Einzelne Säbel und Jagdmesser waren auch von bereits erwähnten Gewelstfabrikanten ausgestellt, unter Andern von Le Page-Mutier, Devisme undBewtonnet, worunter namentlich sehr schöne Hirschfänger, höchst einfach, Griff, Kli»^und stählerne Scheide ganz gleichmäßig schwarz angelaufen, zu Preisen von 1004000 Frcs., doch war weniger auf den Reichthum des äußeren Ansehens, als «wdie künstlerische Vollendung der Einlege-, Skulptur- und Ciselirarbeit und auf ^Güte und Schönheit der damascirten Klingen der Nachdruck gelegt.
Unter letzteren zeichneten sich namentlich der von. Herzog von Luynes erst"'dcue Damast aus, wobei Nickel oder ähnliche Halbmetalle angeblich mit dem Stallvereinigt (wohl zusammengeschmolzen) werden. In Schönheit der Zeichnung ka"'er deni sogenannten Silberdamast beinahe gleich und war dabei äußerst billig; 0"^prachtvolle Mamelnckenklinge kostete z. B. nur 150 Frcs.
Die höchsten Leistungen waren jedoch die von L. Rouvenat in Paris .Reliefarbeiten der Degengriffe und Gefäße bildeten jedes für sich wirkliche Ku»^werke und konnten nur von solchem Standpunkt aus beurtheilt werden, während fi*gleichzeitig durch das zu den Griffen und Beschlägen verwendete Material inGebiet der Juwelierarbeiten zu rechnen waren. Das Gleiche gilt von A. Gueyt""aus Paris , dessen Meisterstück ein Säbel von 5000 Frcs. war.