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Erster Theil.
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§. 205. Die Britischen Geräthe im Allgemeinen. 723

selben Maschine, er machte ferner manche Geräthe so zusammengesetztund kunstvoll, daß es bedenklich sein mag, sie den derben Fäusten einessllckerknechtes anzuvertrauen und sich der Gefahr einer häufigen Unter-brechung der Arbeiten durch Beschädigung eines Theiles auszusetzen.Dies ist freilich wegen der überall ansäßigen geschickten Metallarbeiter'N England noch eher zu wagen als anderswo. Dem Beschauer drängtW hier und da der Zweifel auf, ob man nicht schon zu einem ge-llsten Uebermaß, zu einem Luxus von mechanischer Kunst gelangt sei,rri dem es Noth thue, wieder zum Einfacheren einzulenken; auch zeigtbch bei einigen Maschinen schon wieder eine beginnende Vereinfachung.'Ori manchen Maschinen, an denen das Holz fast ganz durch das Eisen^rrdrängt worden ist, und die begreiflich schwer und kostbar gewordenlsud, steht der Zweck mit den angewendeten Mitteln nicht mehr im rich-ten Verhältniß. Hierzu kommt, daß man, wenn die erforderlicheEl'aft zu 2 oder 3 Pferden angegeben wird, an den schweren kraftvollenschlag der Englischen Ackerpferde, auch in Bezug auf Fortschaffung^ die guten Wege denken muß. Für die landwirthschaftlichen Ver-hältnisse von Deutschland , besonders derjenigen Theile, in denen bäuer-liche Kleingüter von einem einzigen Gespann oder sogar Kuhgüterhäufig sind, läßt sich daher von jenen zusammengesetzten Maschinen wenigGebrauch machen. Gleichwohl ist die Kenntniß dieser Geräthe gewiß sehr^vrtheilhaft, zuvörderst weil unsere Schmiede, Schlosser, Wagner undFabrikanten aus ihnen Musterbilder einer vollkommenen Arbeit erhalten,lsdann weil, wenn auch nicht ein Geräth in seiner Gesammtheit, docheinzelne Einrichtungen und mechanische Kunstmittel vielfach mit großemNutzen auf unsere Geräthe übertragen werden können, ferner wegenunzweifelhaften Brauchbarkeit für große Landgüter, zumal bei^wacher Bevölkerung und höherem Arbeitslöhne, endlich weil es auch^l dem Kleinbetriebe des Landbaues mit der Zeit dahin kommen wird,^aß einzelne vorzüglich wirksame Maschinen entweder von Mehrerenäkmeinschaftlich angeschafft oder von dem Besitzer vermiethet werden,Mie dies schon bei Säe- und Dreschmaschinen geschieht. Die voreiligeAblehnung dieses bewundernswürdig reichen Maschinenvorratheö derEngländer aus dem Grunde ihrer Unanwendbarkeit für Deutschland Märe An eben so großer Mißgriff als das unbedingte Anpreisen,wiederholtes Beobachten und Versuchen wird mit der Zeit auf denAchten Mittelweg führen, kein unbefangener Landwirth aber wird ver-^'wen, daß ihm hier viel Neues und Beachtenswerthes zur SchauWellt worden ist. Mancher in diesem mechanischen Wettstreite zumErschein gekommene Gedanke wird vielleicht noch später, wie ein Sa-menkorn, im Geiste eines anderen Mechanikers ausgehen und Früchtetrage,,.

. Für den größeren Landwirth ist es Sache der Berechnung, wie-Mel Arbeitslohn ihm eine neue Maschine erspart oder wie sie auf die

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