H Klasse. Landwirthschaftliche Geräthe.
Der größte Theil der ausgestellten Säemaschinen gehört z» diesem Cooke-Garrettschen'Systeme. Das in Deutschland durch Thaer eingeführte, van ih>",v. Fellcnberg, Ugazy, Albau, Labahn u. A. verbesserte System der Walz"mit Vertiefungen (Kerben), in denen die Körner bei der Umdrehung der Walz"hinabgleiten und die Trichter erreichen, rührt Vvn Ducket her. Die Bürste, d"das Herausfallen zn vieler Körner verhindert, wurde von W inter - hinzugefügtDies System ist aber in England von dem Cookeschen größtentheils verdrängt undwar in der Ausstellung sehr wenig vertreten. Wir müssen bedauern, daß die neuere"Deutschen Verbesserungen der Dncketschen Maschine den Engländern nicht vorgestelltworden sind, indeß wäre kaum zn erwarten gewesen, daß sie wieder von de"Cookeschen Maschinen abgingen, die sich nun einmal als höchst brauchbar erwiese"und allgemeine Verbreitung gefnnden haben.
Eine in Deutschland noch wenig bekannte Klaffe von Säemaschinen ist ve«mnthlich aus den Ducketschen entstanden, es ist nämlich eine Achse vorhanden, diesich im Saamenkasten umdreht und mittelst quirlförmig eingesetzter eiserner Treiben»"'(Zapfen) oder Bürsten die Körner durch die an der Seite des Kastens angebrachte"Oeffnnngen hinaus schiebt. Diese Oesfnnngen werden für Saamen verschieb«""Größe mit einem Schieber beliebig erweitert oder verengert. Dies System, bisweile"mit dem Namen des Schottischen bezeichnet, scheint neuerlich mehr und mehr Beifallzn finden und gestattet einen einfacheren Ban des Ganzen.
Ueber die Nützlichkeit der Reihensaat von Getraide auf einem mürben, von tli«kraut und Steinen freien Boden ist man heutiges Tages ziemlich allgemein ein»«"standen. Schon im Juli I8l9 wurden in der landwirthschaftlichen Versammlung Z"Holkham auf Sinclair's Anregung von mehr als SOO ausübenden Landwirthe"die Vorzüge des Drillens anerkannt, auch in Deutschland überzeugt man sich weh"und mehr hievon, und wir können eine weitere Auseinandersetzung hierüber fügtetunterlassen.
Die Engländer säen den Waizen meistens in Zeilen von 9 Zoll Abstandbehacken durch Maschinen oder auch durch Handarbeiter. Die Drillmaschine bringtzwar in Bezug auf die Saat selbst keine erhebliche Arbeitsersparnng zn Wege, all«"sie macht das mehrfache Eggen nnnöthig, weil der Saaine auf das mit der Pferd«hacke gut gelockerte Land, nicht auf die Pfingfnrche, gebracht und durch die mit d«Maschine verbundene Egge genügend bedeckt wird. Ueber die Ersparniß an Saa»""läßt sich begreiflich keine allgemeine Regel aufstellen, weil theils die übliche Sa"tmenge schon beim Breitwnrsc sehr verschieden ist, theils auch die Maschinen weh"oder weniger Saamen brauchen, allein man kann mindestens ^ rechnen und d«Minderbedarf geht in manchen Fällen bis anf die Hälfte; daneben ist aber auf ein""nicht unerheblichen Mehrertrag, sowie anf eine sicherere Ernte z» rechnen, weil d«Wurzelstock durch den weiteren Raum, den er um sich findet, sowie durch die n"^'folgende Lockerung und Reinigung des Bodens kräftiger wird, stärkere, dem Lag«'"weniger ausgesetzte Halme und vollere Aehren treibt. Die dicken Halme und ^großen Aehren der Englischen Kornfrnchte haben alle Beschauer in Erstaunen gefth"Bei Rüben, Raps, Erbsen rc. war die Zweckmäßigkeit des Drillens und Behack«^schon lauge anerkannt.
I. Britische Säemaschinen.
An diesen ist Alles durchdacht und die Arbeit durchgängig Vortrefflich. ^verdienen ohne Zweifel nach Dentschland verpflanzt zu werden, wenn gleich "hKostbarkeit selbst für große Güter eine Vereinfachung wünschenswerth macht.
In Folge genauer Versuche mit nahe an zwanzig Maschinen, worüber d«Preisrichter Oberst Chaloner berichtet hat (Ph. Pusey, Report, S. 18), würd"die Drills von drei Fabrikanten der großen Medaille würdig befunden, nämlich """Garrett, Hornsby und Bnsby.