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z. 15. Kunstgüsse. Zollverein.
stcllung auszuweisen hatte. Die Ausführung ist mit der bekannten Meister-schaft des berühmten Gießers erfolgt. Schon die Thatsache, daß derStatuenguß in Zink um beiläufig den sechsten Tbcil der Kosten von Bronze-guß geliefert werden kann, giebt einen Begriff von der Wichtigkeit, zuwelcher fich derselbe mehr und mehr erheben muß, und zugleich den Maß-stab für das Verdienst seiner Beförderer. Als besonders gelungen ist auchder der Amazone gegebene Bronze - Ucbcrzug zu erwähnen, welcher vonbesonderer Dauer sein soll. Auch ein verjüngtes Modell der Amazonevon Kiß, welches dieser selbst ausstellte und von Geiß, in Berlin , ge-fertigt war, fand großen Beifall.
Vortrefflich ausgeführt sind noch die zum Tbeil ohne Farbdccke ausgestellten kleineren Statuen aus der Gießerei desselben Meisters, Evanach Bailcy, Niobe nach der Antike, Hebe nach Canova, 2 Hirschenach Rauch und der Schwan mit dem Knaben nach Kalidc.
Nr. 285. Kalidc hat den so eben erwähnten, von ihm gcsertigten Sr. Majestät dem Könige von Preußen gehörigen Knaben mit demSchwan, der zu einem Brunnen in Potsdam bestimmt ist, in gut gelungcnem Bronzeguß ausgestellt. Er erhielt die Preismedaille.
Auch Dcvaranne, Nr. 280., der verdienstliche Genosse vonGeiß in der Hebung dcS Zinkgusses, hat Lobenswcrthcs geliefert. EinLöwe und ein Panther in Lebensgröße, eine Danaide nach der Antike,ein Knabe mit Eichkätzchcn spielend, eine Venus nach Canova, sämmtlichin Zink meisterhaft ausgeführt, reihen sich dem Besten an, was die Aus-stellung an Zinkgüssen auszuweisen hat. Das Gleiche ist zu sagen vonmehreren Gittern, Säulen, Kapitälen und anderen im Zinkguß ausge-führten Verzierungen, welche die vielseitige vortheilhaftc Anwendung desZinkgusses zur architektonischen Verzierung auf das Ucberzcugendstc be-weisen. Wir werden bei der nächsten Abtheilung darauf zurückkommen.
Keßler, in Greifswald , hat unter Nr. 299. eine Kopie der an-tiken Polyhymnia im Museum von Berlin in gelungenem Bronzeguß aus-gestellt, an welcher, wie der Aussteller selbst angiebt, blos der Kopfausgesetzt ist. Die Preismcdaille wurde dafür zuerkannt.
Nr. 289. Louis Friebel, aus Berlin , hat einen Neufund-länder Hund nach einem Modell von Möller in Bronze, ein Meisterstückvon einem Glisse, ausgestellt. Figur und Picdcstal sind aus einem ein-zigen Stücke, an welchem nichts angesetzt ist und der Meißel nur die Guß-näthe weggenommen hat. Zn Thicrstücken dieser Größe haben selbst dieFranzosen nichts so Treffliches geleistet. Die Preismcdaille ist dafürertheilt worden.
Nr. 762. Die Gießerei dcS Grasen von Einsiedel, zu Lauch-hammer , hat eine Statue in Bronze, eine Wasserschöpscrin, modellirtvon Wichmann ausgestellt, an welcher dieselbe Meisterschaft zu er-kennen ist, welche wir später bei den ausgezeichneten Feingüssen dieserGießerei anzuerkennen haben.
III.
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