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tz. 16. Feingüsse. Grvßbritaiiiiicil und dessen Kolonien.
arbeitet bat, wie der Former, weit übertrafen, so fehlte ihnen doch nochdie (Glätte, welche die Deutschen und Franzosen ibren Güssen durch dieForm selbst zu geben vermögen; man versteht, scheint es, in Englanddie künstliche Herstellung dcö seinen Formsandes nicht überall, welcherdurch Mahlen in beliebiger Feinheit, unbeschadet der für den GaSabzugnöthigen Lockerheit, erhalten wird, wenn man nur dazu einen um so thon-ärmcrcn Sandstein auswählt, je seiner der Sand gemahlen werden soll.
Nr. 105. Longdcn und Comp., Zeichner und Fabrikanten inSheffield , hatten in Gußeisen einiges dekorirtc Gitterwcrk zu Geländern,sowie einige durchbrochene Mäntcl für Zimmeröfcn geliefert, welche nichtohne Geschmack entworfen und ziemlich gut ausgeführt sind; doch sielauch hier wieder auf, wie leicht der Gießerei ihre Aufgabe durch nachhcrigeSAnheften der Ornamente gemacht worden ist, was namentlich an einemGeländer, von welchem man vor Allem einen festen Halt verlangen muß,soviel als möglich vermieden werten sollte.
Unter Nr. 138 Klasse XXX. hatten die Stcrnwood Iran -works die auf der Insel Orholm gefundene antike Statuette des Bachusin Eisen abgegossen ausgestellt, um dadurch aus die Flüssigkeit ihresEisens und die Feinheit ihres Formsandes aufmerksam zu machen.
Außer den erwähnten Gegenständen war noch eine ziemliche Anzahlvon Kandelabern, Girandolen und anderen TekorationSgüsscn aus ver-schiedenen Werkstätten ausgestellt; da sie aber geringer gearbeitet waren,als das bereits Erwähnte, so unterlassen wir die spezielle Erwähnung.Sie tragen insgesammt das Gepräge der Steifheit, bei einer unverkenn-baren Solidität und meistens sehr fleißigen AuSarbeilung an sich, undmögen wohl dem Englischen Geschmacke erträglich sein, beleidigen aberdas Auge desjenigen, der an lebendigere Formen gewöhnt ist. Einigerühmliche Ausnahmen machen hiervon die von mehreren Kannnfabrikantcnangewandten Dekorationen, auf die wir in einer andern Abtheilung zu-rückkommen werden.
Während somit auch an kleineren Kunstgüssen die Englische Fabri-kation nichts in die Ausstellung gebracht hatte, was irgend neu oder inhöherem Grade belehrend zu nennen wäre, trat ein Mann der Wissen-schaft, Kapitain Jbbctson, mit einer Sammlung von kleineren Guß-stücken aus, welche alle Aufmerksamkeit verdient. Seine Güsse übertreffenan Schärfe bei weitem Alles, was die Gießerei bis jetzt geleistet bat undseine Formerei erfordert, wie er sagt, nicht die Zerstörung dcö Modells;er hält das Verfahren noch geheim. Unter seinen ausgestellten Gegen-ständen befindet sich eine Gänsefeder, welche so genau abgegossen ist, daßsich selbst die Formen markiren, die man mit unbewasfnctem Auge Mühehat zu entdecken; so auch ein Schmetterling, einige Blätter, Blumen u. s. s.und zwar sowohl in Eisen, als in Messing gegossen. Mit denselbenhat er Gsenfeingüsse ausgestellt, welche ganz das Ansehen von Bronze-güssen haben und mit einer angegossenen Bronzedeckc versehen sein sollen.