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XXII. Klasse. Metallwaaren.
Kandelaber, Nr. 1588 Desjardins-Lieur, aus Paris , Statuettenund andere recht niedliche kleine Dekorationsgegenstände ausgestellt.
Als eine besondere Gruppe unter den Französischen Bronzen können 'die nächstsolgcnden 4 Nummern betrachtet werden, bei welchen die Knnst-sertigkeit im Formen neben einer ausgezeichneten Modellirung ganz be-sonders hervortritt.
Nr. 1129. von A. Eain, aus Paris , ein Pelikan in Lebens-größe von Schilspflanzen umgeben; ein Bogcl der seine in ihrem Nestevon einer Schlange angegriffenen Jungen zu vertheidigen sucht, und einStorch <» »,'mmtiirt- wie er einen Frosch verschlingt; sehr schwierige Güsse.Nr. 898. Thiergruppcn von Aubancl, in Paris , auch unter Nr. 1055.n» Kataloge erwähnt. Bon diesen mit außerordentlicher Naturwahrheitdargestellten kleinen Figuren tras man Nachbildungen bei mehreren Fein-guß-Ausstellungen anderer Länder, wobei jedoch im Gusse die Origina-licn nicht erreicht, auch die schwieriger zu fertigenden Stücke, wie z. B.ein Affenwcttrcnncn nicht zu sehen waren.
Ganz das Gleiche ist zu sagen von Nr. 630. den Miniatur-Thier-gruppcn von Möne, in Paris . In der Auffassung stehen sich dieStücke von Anbanel und Mein- sehr nahe, im Gusse verdient der Letzterevielleicht noch einen Borzug. Er crbiclt die PreiSmcdaille.
Nr. 1124. Bon Gabriel Buignicr, aus Paris , die Schlachtvon Brennevillc, Basrelief von 1 Fuß 2 Zoll auf 8 Zoll oval mit freienund Hautrelief-Figuren; eine Medaille von 6 Zoll Durchmesser, dieFlucht der Maria mit dem Jesuskinde darstellend, und 2 Gcnrcstücke höchstschwierig im Formen.
An den noch zu erwähnenden kunstreichen Guß von Papi, inFlorenz, schließen sich einige von Earle, in Paris , nach der Naturgegossene Pflanzcnstücke an. Er hat seine Modelle von den sastreichenPflanzen genommen deren Blätter schon eine ziemliche Dicke haben; dieAbgüsse sind sehr scharf. Ohne Zweifel erheischt auch Earlöö Berfahrendie Zerstörung des Modelles nach genommener Form.
In Zink hatte unter Nr. 293 Laureau, aus Paris , einen Aus-sah mit fünf allegorischen Statuetten ausgestellt, welche gut bronzirt, imäußeren Ansehen den besten Bronzen nichts nachgeben, und ebenso unterNr. 671 E. Paillard, aus Paris , eine Sammlung geringerer Bronze-Nachahmungen. Im klebrigen läßt die Ausstellung auf eine bedeutendeAnwendung des Zinks zum Feinguß in Frankreich nicht schließen.Laureau erhielt die Preismcdaille.
Die vortrefflichen Güsse Andre's in Eisen haben wir bereits unterder Abtheilung der größeren Kunstgüsse namhaft gemacht. Ebenso die,wenn auch minder vollkommenen, doch immer lobenswcrthen von Ducelund Muehl-,Wahl und Eomp., von welchen letzteren wir noch einensehr sauber gegossenen großen Kandelaber, einige recht brave Statuetten,den verunglückten Herzog von Orlcans, die Jungfrau von Orleans,