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§. 16. Feingüsse. Portugal, Spanien und Toskana .
Voltaire, Rousseau vorstellend, und eine Reihe geschmackvoller Gitter,Grabkreuzc u. dcrgl., lobend zu erwähnen haben. Denselben schließensich noch einige von Gebrüder Diedrich in Niederbronn (Nr. 188)eingesandte, sehr rein ausgeführte Feingüsse an, unter welchen einige Ab-güsse von gravirtcn Stempeln wirklich Alles leisten, was man von einemsolchen Gusse erwarten kann.
Nicht unerwähnt dürfen wir endlich Nr. 299 die wasserspeicndenkleinen eisernen Figuren in dem Brunnen von Lcclerc, Sirenen, Frösche,Secpferde lassen, welche nicht übel modcllirt und recht gut gegossen sind,sowie die in Zeichnung und Ausführung sehr gelungenen Grabkrcuze undGitterwerke, von Ovide, Martin und Biry in Sommevoirc.
Joaquim Bachclcy, aus Lissabon , hatte mit einer Gartcnbank,einigen Vasen, einem Stück von einem Balkongcländer und einem Orna-ment, sämmtlich aus Gußeisen, die Portugiesische Fcingießerei durch Er-zeugnisse revräscntirt, welche an die gleichartigen Leistungen der DeutschenEisenwerke am Ende des vorigen Jahrhunderts erinnern.
Die Königliche Geschützgicßerci in Trubia hat zwei Büsten,nicht ganz Lebensgröße, eingesendet. Die eine derselben, aus Bronze,stellt Ihre Mas. die Königin von Spanien vor, und ist überarbeitet; derGuß könnte dichter sein, die Farbe des Metalls ist die Messinggelbe derordinaircn Bronze-Statuetten vor der Vernirung. Die zweite Büsteaus Gußeisen stellt den König Gemahl vor und kann als ein Meisterwerkdes Feingusses bezeichnet werden. Sie ist noch ganz roh, wie sie aus derForm kam, mit einer Menge Kernstücke geformt, welche nur an wenigenStellen eine kleine Verschiebung zeigen, im Ucbrigcn aber das Modellmit vollkommen glatter Oberfläche sehr getreu wieder geben. Neues istübrigens mit solcher Leistung für Deutschland nicht geschaffen, dessenGießereien längst ebenso Vollkommnes geliefert haben. Die Bronzebüsteerschien erst gegen das Ende der Ausstellung; für die Gußeiscnbüste wardeine Preismedaille erkannt.
So sehr wir die ebcnerwähnte Arbeit loben mußten, so wenig ver-mögen wir beiden unter Nr. 281 von Juan Baptista Nauri, ausMadrid , ausgestellten Bronzefigurcn, Stiergefechte darstellend, dies zuthun; sie sind ebenso gering in der Ausführung wie in der Auffassung.
Unter Nr. 73 hat die Staats - Gießerei von Follonika ein ausGußeisen gefertigtes vergoldetes Tabernakel und einen Blumenkorb aus-gestellt. Wir können weder die Zeichnung noch die Ausführung loben.Dagegen erscheint unter Nr. 116 Elements Papi, aus Florenz , miteinem sehr merkwürdigen Gußstücke. Aus verschlungenen dicken Blätter-III.
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