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§. 18. Großbritanniens Heiz- und Kochapparate.
worden ist, werden wir bei der speziellen Erwähnung der einzelnen Aus-stellungen in's Auge zu sassen haben. Dasselbe haben wir zu thun inBeziehung aus die Kochapparate, bei welchen so ziemlich die gleichenMomente wie bei den Heizungen in Anwendung kommen.
Auch bei ihnen handelt es sich darum, eine soviel als möglich voll-kommene Verbrennung herzustellen, wobei aber die erzeugte Wärme nichtdem Raume, in welchem sie ausgestellt sind, sondern beschränkterenRäumen, in welchen die zubereiteten Speisen sich befinden, zunächst zuge-führt werden soll. Hiebei ist die in den verschiedenen Ländern verschiedenbeliebte Art der Speisenbereitung von wesentlichem Einfluß. In Englandund Frankreich hält man nur das am Rost gebratene Fleisch für schmack-haft, während die Deutschen diese Anficht als ein Vorurtheii verwerfen,und das Braten in geschlossenem Raume vorziehen, das allerdings einmehr gleichförmiges Garwerdcn des Fleisches herbeiführt.
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Großbritannien nnd dessen Kolonien.
Unter den Englischen Heizapparaten traten sowohl durch ihre großeAnzahl, als durch die in der Ausführung entwickelte Gcschicklichkeit undEleganz die Kamine hauptsächlich hervor. Nicht weniger als 40 Etablis-sements hatten Fcuerkaminc ausgestellt und der dabei entwickelte Lurusging so weit, daß ein Kamin mit kostbarer Marmoreinfassung als imWerthe von 1000 Guineen stehend bezeichnet wurde.
Die Ausschmückung der Englischen Kamine besteht theils in der Po-litur der nothwendigen Theile der Fcucrstellcn, theils in der Umgebungderselben mit polirten Flächen von Stahl, Bronze oder Kupfer, in derAussetzung gegossener Ornamente aus diesen Metallen und in der Anwen-dung von Porzellan, natürlichem oder nachgeahmtem Marmor mit oderohne Sculptur-Arbeiten, von Vergoldung, Lackirung u. dgl. mehr. DenHauptcindruck in den Englischen Kaminen gab fast durchaus die Politur,indem an den LuruSkamincn statt des Eisens sehr bäufig der Stahl ange-wendet und die blank gehaltenen Flächen mit Stahlblechen sournirt sind,deren Politur allerdings bis zu einer Höbe getrieben war, welche nichtsmehr zu wünschen übrig ließ. Dabei trat auch in den gegossenen Ver-zierungen der Kamine eine größere Anzahl origineller gut gelungener Dar-stellungen Englischer Künstler auf, was um so mehr überraschen mußte,als in den eigentlichen Feingußartikeln, wenn auch nicht die Originalität,doch der gute Geschmack bei denselben so selten zu treffen war. DieSheffielder Osenfabrikanten haben in den letzten Jahren auf die künst-lerische Ausbildung ihrer Modelleure besondere Aufmerksamkeit verwendet,was früher nicht der Fall war, durch die Konkurrenz der Franzosen abernothwendig wurde.