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XXII. Klasse. Mctallwaaren.
Die an den Kaminen angebrachten Verbesserungen bestanden tbeilsin Vorrichtungen, um die unscheinbaren Theile, wie Aschenfall und Rauch-fang, soviel alö es unbeschadet der Wirksamkeit des Kaminfeuers geschehenkann, durch bewegliche Schilder oder Vorsätze zu verdecken, theils in derVerbindung von Lustbcizungs-Kanälen mit dem Feuerhecrd und demRauchfange, um die Wärme besser zusammenzuhalten. Im Allgemeinenist man vollkommen berechtigt zu sagen, daß, wenn man von ver großenMehrzahl der Englischen Kamine ihre glänzende Politur abrechnet, de-ren Werth uns an einem der Orydation so ausgesetzten Gegenstände sehrzweifelhaft erscheint, ein erhebliches Verdienst in der Konstruktion derselbennicht aufzufinden ist.
'Auch einzelne schön verzierte Zimmcröfen waren ausgestellt; an denmeisten derselben aber sah man der Vorliebe des Engländers für dasoffene Feuer sorgfältig Rechnung getragen. Die Oefen hatten fast alle denoffenen Fcuerraum, wie ihn das Kamin hat, cS mußte daher wegen derZutritt findenden großen Lustmenge alles vermieden werden, was demRauchabzugc binderlich ist, so daß also von Brennmaterial sparendenEirkulationcn bei diesen Kaminöfen keine Rede sein kann.
Wenn nun aber vom pyrotechnischcn Standpunkte aus betrachtet, diesämmtlichen aus den Steinkolstenbrand berechneten Ocfen der Engländeraus einer sehr niedern Stufe sieben, so hat sie dagegen die Leichtigkeit,mit welcher in England an allen bedeutenden Plätzen das Gas erhaltenwerden kann, auf eine Art von Oefen geführt, welche in der That eineneue Aera nicht nur in der Konstruktion der Oescn, sondern selbst im Häu-serbau bezüglich der so lästigen Kamine in Aussicht stellt, nämlich aus dieGasöfen. Dieselben werden, wie wir später sehen werden, in verschiedenerWeise konstruirt, kommen aber alle darin überein, daß man anstatt einesandern Brennmaterials das gewöhnliche Bcleuchtungsgas in einer großenAnzahl kleiner Flämmchen in einem Ofen verbrennt, welcher dadurch soerbiyr wird, daß er die erforderliche Wärme an das Zimmer abgiebt,während die Vcrbrennungsprodukte wie bei einem gcwöbnlichcn Ofendurch ein Ableitungsrohr abzicbcn.
Erwägt man, welche außerordentliche Vortheile es bietet, jedenAugenblick den Ofen in und außer Wirksamkeit setzen und dabei die ganzeBeschaffung des Brennmaterials mit der bloßen Umdrehung einesHabneS bewerkstelligen zu können, von Asche, Ruß und Rauch völligbefreit zu sein, und statt eines Kamins blos einer engen Dampsröhre zubedürfen, welche man überall aus dem Gebäude kann ausmünden lassen,ziebt man ferner in Betracht, wie bei dieser Heizung die sämmtlichenbrennbaren Theile des Brennmaterials vollständig zur Benutzung kommen,entweder als Kohle, welche in den Gasretorten zurückbleibt, oder alsGas, das nun ohne Rauchbildung verbrennt, wie man inmitten derGaslichter zugleich kochen oder wärmen kann, ohne dabei dem Rauchoder Ruß ausgesetzt zu sein, so stellt sich theoretisch die Gasheizung als