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XXII. Klasse. Mctallwaarc».
befindet, werden, während doch das Eisen so wohlfeil ist, mit einem Lftr.für den Centner bezahlt, und finden um diesen Preis willig Absatz. Da-bei trifft man selten Kochcinrichtungen, welche unter 4 bis 500 Pfundschwer sind, häufig aber solche bis zu 20 Centner schwer und auch nochschwerer. Hcerde welche mit 40 bis 50 Lstr. bezahlt wurden, sind inden meisten Küchen der Klubbhäuser, Gasthöscn und andern grossemSpeiseanstalten zu finden. Auf mehreren der ausgelegten Programmeder Aussteller war zu lesen: „Preise von 5 Lstr. aufwärts."
Die Gaskochhcerde fangen so eben an, in den allgemeinen Gebrauchüberzugehen und werden von denjenigen, die sie benutzen, sehr gelobt.Sie sind in der That die einfachsten Kochapparate, die man sich denkenkann. In dem geschlossenen Koch-, Brat- oder Backraum, der sichlediglich nach Form und Große der zu bereitenden Speisen zu richten hat,führt man eine eiserne Gasröhre rings an der Wandung und zunächst demBoden herum, in welche eine Reihe von seinen Lochern eingebohrt, oderbei größeren Apparaten eine Reihe von Brennern eingeschraubt ist. Da-mit die Gaslichter gehörig brennen können, muß für den nothwendigen''Abzug der Dämpfe und für Gelegenheit zum Luftzutritt gesorgt werden,wozu die nöthigen Klappen angebracht sind.
Das Kochen mit GaS hat schon im Jahre 1739 Dr. Elaytonseinen Landsleutcn empfohlen; Murdoch nahm im Jahr 1789 dieSache wieder aus und bereitete gekochte und gebratene Speisen mit Gas.Demungeachtct verblieb die Benutzung der Gasflamme zum Kochen undWärmen den chemischen Laboratorien bis im Jahr 1824 die Aetnawerkebei Liverpool ansingen, Gaskochöfcn zu fertigen; ein sprechender Beweis,dass auch die Engländer sich nicht in Verbesserungen übereilen.
In neuester Zeit haben einige grössere Spciseanstaltcn die Sacheaufgegriffen, so daß eine rasche Verbreitung zu erwarten ist. ES ist inalle öffentliche Blätter übergegangen, wie Soyer, einer der berühm-testen Kochkünstler Londons und nun Besitzer einer großartigen Garten-Wirthschaft, im verflossenen Sommer ganze Ochsen mit Gas gebraten hat.
Der Apparat, den er dazu verwandte, bestand in einem mit Back-steinen gepflasterten lind aus denselben etwa zwei Fuß hoch ausgeführtenOfen, mit starkem verzinktem Eisenblech überwölbt, hinten war derselbeinit einer Backsteinmauer und vorn mit zwei eisernen Flügelthüren ver-schlossen, weit und lang genug, um einen 1800 Pfd. schweren Ochsen,auf einem eisernen Wagen liegend, aufzunehmen. Etwa Handbreit vonden Scitcnwandungen entfernt, liefen die Gasleitungen hin, auf welcheBrenner aufgesetzt waren, um die Lichter einen Fuß hoch über den Bodenzu bringen. Der Wagen lief auf einer ausserhalb des Ofens fortgesetztenEisenbahn und hatte eine an ihrer tiefsten Stelle der Länge nach aufge-schnittene halbcylinderische Blechmulde vom Durchmesser des Ofens,welche die direkte Einwirkung der Lichter vom Ochsen abhielt, das ablau-fende Fett auffing, und in eine untenstehende Rinne fallen liess, die es