Band 
Dritter und letzter Theil.
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§. 18. Großbritanniens Heiz- »nd Kochapparate.

„Treatiso an >V-,rmi»A aml VoiitilstiiiK" geschrieben hat, konstruirt undin diesem Werke genauer beschrieben. Seine Einrichtung ist im Wesent-lichen die, daß das Brennmaterial in einer warmhaltenden Umgebung,gewöhnlich einem Thoncylindcr, zur Verbrennung gebracht und durchbesondere Vorrichtungen der Zutritt der zur Verbrennung erforderlichenLuft so rcgulirt wird, daß diese letztere sich dem Wärmcbcdürfnisse anpaßt.Dabei ist der eigentliche Fcncrofcn, der den gewöhnlichen Rauchabzug hat,mit einem LZsörmig gefalteten Mantel umgeben, welcher durch seine ver-größerte Oberfläche für die Ausstrahlung der Wärme besonders geeignetist. Oben ist ein mit dem bekannten Sandschlnß gedichteter Teckel befind-lich, um das Brennmaterial einzubringen und unten eilte Einlaßklappcfür die atmosphärische Lust, welche, sobald die Temperatur im Zimmersich zu sehr erhöht, sich schließt und im gegcnthciligen Falle sich öffnet.Dies wird durch einen mit der Klappe korrespondircnden Schwimmer er-reicht, der im offenen Schenkel einer umgekehrt hcberförnngen Röhre vonGlas in Quecksilber getaucht ist, während die im andern verschlossenenSchenkel befindliche Lust, je nachdem sie sich ausdehnt oder zusammen-zieht, das nw kommunizircndcn Theile befindliche Quecksilber steigen oderfallen macht. Statt dieser ursprünglichen Rcgulirvvrrichtung scheintübrigens v>-. Arnott darauf zurückgekommen zu sein, den Luftzutritt blosdurch ein Gegengewicht an einem an der Klappe befindlichen Hebel zuregulircn; dieser ist so gekrümmt, daß, je nachdem das Gewicht darausheraus oder hineingeschobcn wird, die Klappe sich mehr oder weniger öffnet,was nun nach Bedürfniß bewerkstelligt wird. Dasselbe anstrebend haben unter

Nr. 236. Hurley, Hcriot und Comp. ausgestellt: 6ook'«patent 8ols-roAiiI:,tii,A stave.8. Eine Messing- und eine Stahlplattc sindzusammen genietet und krümmen sich somit bei eintretender Veränderungder Temperatur. An einem Ende sind beide Platten am Ofen befestigt,am andern an einem kleinen Hebel zunächst dem Drchungspunkt der Ein-laßklappe, die nun durch die Veränderung in der Krümmung mehr oderweniger geöffnet oder geschlossen wird. Auch hier hat man für nothwen-dig gefunden noch eine Rcgulirvorricbtung mittelst einer Stellschraube an-zubringen, was daraus hinweist, daß die Sache nicht praktisch ist. Die-selben Aussteller hatten einen eigcmhümlichcn Gasofen ausgestellt, derim Wesentlichen in einem mit Wasser gefüllten Cylinder besteht, an welcheneine Reihe darunter befindlicher Gaslichter ihre ganze Wärme absehensoll, was sie aber nur thun werden, so lange das Wasser noch kalt ist.

Als außerordentlich effektvoll wurde der unter Nr. 94 von Keeneausgestellte Blättcrkamin gepriesen. Der Feucrheerd ist mit einer halb-cylindrischcn Haube bedeckt, so daß er ungefähr die Form eines Brutofenshat; aus diesen Halbcylinder sind von 2 zu 2 Zoll in radialer RichtungBlechtaseln angenietet, deren Länge beliebig, am bequemsten wohl zu2 Fuß genommen wird. Durch diese Blechtafeln läßt der Patentträgerdie Zimmcrluft cirkuliren und will damit sehr viele Wärme gewinnen,III. 6