Band 
Dritter und letzter Theil.
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XXII. Klasse. Metallwaaren.

indem die Tafeln von dem gußeisernen Mantel, an welchen unten dieHeerdflamme schlägt, die Wärme sehr rasch ableiten sollen.

Nr. 388. Nettleton und Sohn von London hatten einige demHartmannschen Füllofen ähnliche Oefen ausgestellt. Diese Oefcnhaben in Deutschland und Frankreich einige Zeit Nachfrage gehabt, dieaber wieder aufgehört hat. Sie sind in der Regel cylindrisch, haben imInnern einen Füllschacht, welcher durch die festschließcndc Haube deöOfens ausmündet, und dort mit einem Sandschlußdeckel verschlossen wird,sobald das Brennmaterial eingebracht ist. Ein Rost, unter dem sich wiegewöhnlich ein Aschensall befindet, bildet den Boden des Füllschachtcs;einige Zolle über demselben sind für den Austritt des im untern Theiledes Füllschachtcs brennenden Feuers ringsherum in einem horizontalenKreise zollweite Löcher angebracht; zwischen dem Füllschachte und demMantel ist zur Aufnahme der Flamme und Abführung der Rauchlust einZwischenraum von 1 —2 Zoll, welchem Behufs der Verbrennung nochdurch ein besonderes Register Luft zugeführt werden kann; ein Rauchrohrführt sodann den Rauch in die Esse. Das Brennmaterial kann nur indem Maaße von oben nachrücken, wie es unten wegbrennt; die Einrichtungist namentlich der Rauchvcrbrennung sehr günstig. Wenn diese Ocsenaber nicht so eingerichtet werden, daß man außerhalb deö Zimmers zurFluteinrichtung gelangen und von dort aus die Füllung besorgen kann,so hat man öfters mit Rauch und Staub im Zimmer zu kämpfen, waSman gerne mit etwas mehr Brennmaterial aufwiegt. Eine Verbesserungder Hartmannschen Konstruktion konnten wir an Nettleton's Ofennur darin finden, daß er ein Fensterchen von einem Glimmerblatt daranangebracht hat, welches die Beobachtung der Verbrennung erleichtert, dieman nicht in'S Stocken gerathen lassen darf, wenn man nicht großeMühe mit dem Wicdcranzündcn des Feuers haben will.

An dem von Brown u. Green ausgestellten VentilrUiiiA8>o,>-Ofen, der einem gewöhnlichen Rundoscn am nächsten kommt, ist dieHaube mittelst eines Gestelles über den Ofcncplindcr gehängt, so daßringsherum ein etwa .A Zoll weiter Spalt offen bleibt, der die von demMantel erhitzte Luft in den obern Theil des Ofens und den Kamin führt;allerdings ein Ventilirofcn, der aber anstatt des Zimmers den Kaminwärmt.

Nr. 476. Dowson aus London stellte Cundp's Patent-Luft-heizungsofen für Kirchen aus, für welchen er eine Menge günstiger Zeug-nisse von geistlichen Herren beibrachte. Der Ofen ist ein gewöhnlicherKaminofcn aus feuerfestem Thon mit offener Feuerung, wie ein Kaminkonstruirt und hinter dem Fcuerraum mit einem gestürzten Zuge versehen,aus welchem der Rauch in den Schornstein abzieht. Dieser thöncrncOfen ist mit einem eisernen Mantel mit einigen Zollen Spielraum umgeben, durch welchen von außen unter dem Boden hergeleitete Lust inden zu heizenden Raum geführt wird; auch die Zunge im Ofen ist hohl