Band 
Dritter und letzter Theil.
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XXIl. Klasse. Mctallwaarc».

Der Wärmofcn für die Buchbinder-Meten besteht in eine», etwaFuß weiten und 2 Fuß hohen Blechcylindcr, an welchen nach unten

1 Fuß hohe Füße angenietet sind. Der lind er ist unten offen, in derMitte steigt die Gasrohre auf oder ist durch ein Loch von der Seite zuge-führt und endigt oben mit einer horizontalen Spirale in der die Brenn-löchcr sich befinden. Die Flamme hat noch durch ein Drahtnetz zu pas-sircn, und dringt dann durch die in dem Deckel des Ofens angebrachtenLöchcr theils senkrecht, theils radial, so daß die zu wärmenden Werk-zeuge im Kreise herum aufgelegt werden können. Mit 6 Kubiksuß Gasin der Stunde sollen unausgesetzt die Werkzeuge für 2 Arbeiter gewärmtwerden. Ri ckcts erhielt die Preismedaillc.

Nr. 443. William Strode, 16 St. Martins le Grand,London , hatte einen Gashcizofcn und einen Gaskochofen ausgestellt, wchvon im illustrirten Kataloge eine Abbildung gegeben ist, welche aber dieKonstruktion nicht sehr erläutert. Man muß sich die bereits beschriebeneGasleitung hineindeuten, kann aber doch daran scben, wie einfach dieseApparate sind, in welchen, wie in einem Wandschranke, durchlöcherteFächer übereinander liegen, in die man die Gefäße hineinschicbt. AuchStrode erhielt die Preismedaillc.

Nr. 98. Benham u. Söhne haben einen von ibren größerenKochhccrden ausgestellt, Der im illustrirten Katalog abgebildet ist; inder Mitte der Fronte ein großer ö Fuß langer, 3 Fuß hoster und etwa

2 Fuß tiefer Feuerraum, nach außen blos mit senkrechten Gitterstäbenverschlossen, vor welchen die am Spieß zu bratenden Gegenstände aufge-hangen werden. Man kann den Fcucrraum in seiner ganzen Breite anwenden, oder ihn auch schmäler machen, indem eine auf einer Zahn-stange sitzende bewegliche Wand mittelst eines Getriebes der gegenüber-stehenden Wand genähert werden kamt. Links und reckUS vom Fcucr-becrde sind verschließbare Koch- oder Backräume angebracht, tbeils mitder abziehenden Hitze, tbeils mit Dampf zu heizen, welcher in die hohleWandung aus dem die Rückwand des Kohlenraumcs bildenden Dampf-kessel geleitet wird. Zum Anrichten ist eine mit Dampf geheizte Platteangebracht; in einem Wasserkessel wird ebenfalls durch Dampf Wasserheiß gehalten und außerdem ist noch ein Hcißwasserbad (Maricnbad) an-gebracht, um Fleischbrühe und Saucen warm zu halten. Daß bei viescrGinrichtung eilt außerordentlicher Auswand von Brennmaterial statt-sinken muß, ist einleuchtend. Indessen erhielt Benham doch diePreismedaillc.

Nr. 103. Evans, Sohn u. Coinp. statten von solchen Koch-einrichtungen das Großartigste ausgestellt. Neben einem Hccrde, wieder so eben beschriebene, standen noch zwei große eiserne Apparate, dieman am richtigsten Kochschränke nennt, indem sie die Konstruktion großerSchränke niit Fächern hatten; die Wandungen aber sind hohl, so daß manheißen Dampf durchführen kann. Die Arbeit war außerordentlich fleißig;