88
XXII. Klasse. Metallwaarc».
gut konstruirt ist. Im vorder» Theile des Hcerdkastcns befindet sich derFeuerraum, in weichen durch eine seitwärts angebrachte kleine Thür dasBrennmaterial eingebracht wird. Eine an der andern Front angebrachteThür kann geöffnet werden, um da? dahinter befindliche Feuergitter bloszu stellen, vor welchem gebraten werden kann. Oben auf der Hccrd-plalle werden die Kochtöpfe ausgesetzt, tun auf der Platte zu kochen; mankann aber auch Töpfe in die Platte einhängen, indem man die in einigecingegossene Löcher eingelegten Deckel entfernt. Hinter dem Fcuerraumist ein Brutofen, über diesem ein kleiner Dampfkessel, und auf diesemein mit Dampf geheizter Kasten zum Einsetzen von Geschirren. DasFeuer bcstreicht den Brutofen von oben, zirkulirt um den Dampfkessel,und entweicht dann. Es ist kaum begreiflich wie das Englische PublikumAngesichts solcher einfacher Apparate seine Brennmaterial verwüstendenKochheerde nicht verläßt. Der illuftrirtcKatalog hat diesen Apparat abge-bildet. Der Aussteller erhielt die Preismedaille.
Nr. 482. Defr ies <221 Regent Street, London ) hatte eine sehrvollständige Sammlung von Gas-Koch-, Back- und Bratöfen aller Artausgestellt und bei diesen auch einen Apparat, um Badewasscr zu erwärmen,in welchem derselbe binnen 5 bis 6 Minuten, mit weniger als 2 Silbergroschcn Kosten, ein Bad von 45 Gallonen um 25" E. erwärmen will.Die blechcrne Badewanne fitzt mit etwa ^ ihrer Höhe in einem Sturz-blechkastcn, in welchem dieselbe ringsherum einigen Spielraum hat, ver-senkt. In diesem Kasten, der noch einige Zoll Höhlung unter demBoden der Badewanne darbietet, läuft das bekannte mit Brcnnlöchernversehene Gasrohr 4 mal hin und her. Seitwärts hat der Kasten zunächstdem Boden kleine Löcher, um die atmosphärische Luft zuzulassen unvhinten ein kleines AbzugSkamin, von welchem aus die lustsörmigcn Vcr-brennungSprodukte durch einen Schlauch abgeführt werden können, sodaß man sich daS Bad in jedem Zimmer bereiten kann, wenn man indemselben eine Gaszulcitung hat, welche man mittelst eines Schlauchsaus vulkanifirtcm, oder mineralifirlem Kautschouk mit dem Badcapparatcin Verbindung bringt. TesricS erhielt die Preismcdaille.
Nr. 38. Sidney F lavcl aus Leamington, dessen Kochheerde,wenn man einmal das Englische Rostbraten-System adoptiren will, wohldie zweckmäßigsten sind, hatte an dem Dampfkessel, der hinter derFeuerung liegt, eine Vorrichtung angebracht, um durch den Dampfdruckwarmes Wasser auch in die höher gelegenen Theile des Gebäudes zubringen, was auch noch einige andere Aussteller, wie z. B. Steelcaus Edinburg nachgeahmt hatten. Flavel erhielt die Preismcdaille.
Unter Nr. 379 bat 21. H. P. Andrew es einen philanthropischenLebenSrcttungs-Kochheerd für Schiffbruch leidende Auswanderer ausge-stellt. Der Heerd ist ungefähr wie ein Deutscher Kunsthecrd eingerichtet:über dem ziemlich weiten Feucrraum kann durch die durchbrochene Heerd-platte eine Anzahl von Gefäßen eingehängt werden. Um dieselben herum