Band 
Dritter und letzter Theil.
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tz. 19. Frankreichs Heiz- und Kochapparate. HO

ist ein ringförmiger schlauchähnlichcr Kessel von Kupfer gelegt, welcherzum Wasserwärmcn gebraucht »vird. Er hat nur eine kleine, mit einerSchraube dampsdicht verschließbare Oeffnung zum Eingicßcn beb Wassers,welches durch einen Hahn abgelassen wird. Droht nun dem im Besitzeeines solchen Heerdcs befindlichen Auswanderer Schissbruch, so leert erseinen Kessel, vcrschraubt ihn sorgfältig und schlüpft mit beiden Beinenhindurch, so daß er den Kessel als Schwimmgürtel um den Leibhat (wobei er natürlich den eisernen Kochhccrd im Stiche läßt». WieAlles dies zu machen ist, war auf einem in der Ausstellung aufgehängtenGemälde sehr lehrreich anzuschauen.

K a n ada.

Nr. 261. Elency aus Toronto hatte einen eisernen Kochofenausgestellt, der eine, wohl von einem Teutschen Auswanderer gefertigteKopie der gewöhnlichen Deutschen Kochöfen ist. Er erhielt wegen guterArbeit eine Belobung.

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Frankreich und Bclchen.

1. Frankreich .

Wir wenden uns nun zunächst zu den Französischen Hcizeinrichlungen,welche den Englischen am meisten verwandt sind.

Von Frankreich aus verbreiteten sich besonders die Kamine und manhat dort zuerst angefangen, die Konstruktion derselben auf wissenschaft-liche Prinzipien zu gründen. Kardinal Polignac gab schon im Jahre1713 unter dem Pseudonamen Gaupcr seine älöcaiiigno ein lon heraus,welche in mehrere fremde Sprachen übersetzt wurde, und großen Einflußnamentlich aus den Bau der Kamine ausgeübt hat.

Durch den großen klimatischen Unterschied in den verschiedenenTheilen Frankreichs sind dort die Anforderungen an die Heizcinrichtungensehr verschieden und es ist im südlichen Theile kcS Landes der Kaminebenso entschieden im Vorzüge, wie im Norden allmählig mehr und mehrder Kalorisere sich Boden erringt, im mittleren Frankreich aber die Ver-einigung des VcntilationSprinzipcs mit der Ofenheizung in KaminösenAnklang findet. Diese verschiedenen Anforderungen in einem Lande,welches auch die feinere Arbeit gut zu bclobncn vermag, und in welchemder Sinn für angenehme Formen in allen Klassen, selbst in der arbeiten-den, sich Geltnng verschafft hat, mußten auch in der Konstruktion derHeizapparate zu schönen Formen führen, wobei der dieser beweglichenNation innewohnende Drang nach Veränderung zugleich der Einführungder Wissenschaft in das FcuerungSwcsen zu Hülse kam. Wie einstPolignac, so ist es jetzt Peclet, der berühmte Verfasser des Tratte tte laelmleur, der von den Pyrotechniken! aller Völker zu Rathe gezogen wird.