92
XXII. Klasse. Mctaltwaarcn.
Königlichen Hof von England ist eins der ausgestellten Kamille angekauftworden. Dieselben sind bei gleicher Eleganz viel billiger als die Englischen und sehr bequem zum AuSeinaildernchmeil eingerichtet, so daß dieblanken Theile leicht rein erhalten werden können.
Derselbe Aussteller hatte noch einen eisernen Kochheerd von sehrmusterhafter Konstruktion ausgestellt, welcher den Englischen Kochheerd-Fabrikanten zur Belehrung dienen könnte. Außer der schon bei EnglischenHcerden beschriebenen Thüre vor dem hinter derselben vergitterteil Kohlen-beerbe, welche geöffnet werden kann, um am Spieße zu braten, hatteer übrigens dieselben Eirkulativnö- und Kocheinrichlungen, die mall anden besseren Deutschen Kochheerden alltrifft. Er hat die PreiSmcdaillcerhalten.
Nr. 474. Point und Sohn aus Monseron hatten einige gutkonstruirte Kochhecrdc nach Art der Deutschen K'ochheerdc ausgestellt.
8 . 20 .
In Deutschland , wo man mit strengen Wintern zu kämpfen hat,hat mail die Anwendung der Kamille zur Heizung längst aufgegeben; siefinden sich daselbst nur noch in einzelnen im altfranzösischen Style einge-richtete» Zimmern, wo der Kamin zur konsequente» Durchführung derZiinmerdekoration nothwendig ist, theils sind sie in neuester Zeit wiederMode geworden, allein mau verbindet sie gewöhnlich mit einem Ofcn-Aussatzc.
Am meisten verbreitet ist in Deutschland dermalen noch der Holz-brand; er wird jedoch in Folge des durch die Eisenbahnen erleichterteilTransports dein Stein- und Braunkvhlcnbrandc an vielen Orten weichenmüsse». Für beide Brennmaterialien wird die Ofenheizung angewendet, derman für die Kohlen enge aber tiefe Feuerräuuie mit weit gestelltem Roste,für die Holzbcizung entweder keine, oder mehr eng gestellte Roste und stachgehaltene, weite oder doch oblonge Heizräume zum Grunde legt, um dasHolz nicht zu sehr zerkleinern zu müssen. Dabei bedient man sich im Nordenvon Deutschland mehr der thönernen, im Süden mehr der eisernen Oefen.Erstere haben den Vortheil der gleichförmigeren mehr andauernden Wärme,letztere den der rascheren Heizung, größeren Dauer und Wohlfeilheit undeines kleineren RaumbedürsniffeS bei ziemlich gleichem Aufwand an Brenn-material. Dic beiderseitigen Vortheile zu vereinigen, ist daö Problem,an welchem viele Deutsche Ofcnfabrikanten arbeiten; besonders sind cSdic Eisengießereien, welche fortwährend mit neuen Konstruktionen auf-treten. Einer der interessantesten neuern Oefen ist der bei dem Nettle-tonschen Heizapparate in der Englischeil Abtbeilung erwähnteHartmannschcFüllosen, welcher, sobald er zur Bedienung von außen eingerichtet ist,