Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
93
JPEG-Download
 

93

Z. 20. Deutsche Heiz- und Kochapparate.

gewiß eine allgemeinere Ausnahme finden wird. Auch die seit einigerZeit in Nürnberg gefertigten emaillirten eisernen Oefcn, welche mit derDauerhaftigkeit des Eisens die wärmchaltenden Eigenschaften der Faycnce-Oefen verbinden, verdienen Aufmerksamkeit.

Es ist zu bedauern, daß weder die einen noch die andern bei derallgemeinen Ausstellung vertreten waren. Ebenso ist von den vortrefflichenFapence-Ocfen, welche im Zollverein in so großer Menge sabrizirt werden,nur ei» einziges Ercmplar von I. G. Hofsmann in Frankfurt einge-sendet worden.

l. Prcu fi c n.

Nr. 200. Egels aus Berlin hat eine Kamineinsassung von Guß-eisen ausgestellt, welche recht gut modcllirt und ebenso brav gegossen ist.Er erhielt die PrciSmcdaillc.

Nr. 408. Jakob Kacsen aus Köln hat zwei Oefen ausgestellt,aus Gußeisen und Blech konstruirt. Ein sehr gut gearbeiteter durchbrochcner Mantel aus Blech umschließt mit Spielraum den gußeisernenFeuerapparat; durch den Zwischcnraum streicht die Zimmerlust und über-läßt, indem sie einen Theil der Wärme entführt, den übrigen dem Mantelznr Verbreitung durch die Ausstrahlung, wodurch letztere auf ein ange-nehmes Maaß reduzirt bleibt.

Nr. 762. Die bereits wegen ihrer vortrefflichen Kunstgüsse er-wähnte, mit der Prcismedaille ausgezeichnete, Gräflich EinsicdelschcEisenwerks - Verwaltung zu Lauchhammer hatte mehrere geschmackvolleRund- und Cirkuliröfen im Rcnaissanccstyle ausgestellt, welche außer-ordentlich leicht und schön gegossen waren.

Nr. 779. Von den Gräflich Stollbergschcn Eisenwerken zuJlscnburg, deren wir ebenfalls schon rühmend zu erwähnen Gelegenheithatten, waren mehrere eben so schön gegossene und zweckmäßig konstruirteOefcn ausgestellt, welche bei der diesen Werken ertheilten Preismedaillewesentlich in Betracht kamen.

Nr. 644. Caspar Schmidt auS Soest hatte einen ebenso ein-fachen als zweckmäßig eingerichteten Kochheerd eigener Erfindung ausBlech konstruirt, mit Brat- und Backofen versehen, ausgestellt, anwelchem sowohl die Arbeit als die Anordnung der Feuerung als lobens-wert!) erkannt wurde. Er erhielt dafür die Preismedaillc.

2. Luremburg.

Nr. 6. Metz u. Comp. von Eich bei Luremburg hatten nur eineneinzigen eisernen Ofen ausgestellt, welcher aber durch Leichtigkeit, seinenGuß und zweckmäßige Konstruktion solchen Beifall erhielt, daß diesemAussteller ebenfalls die Preismedaillc ertheilt wurde.

3. S a ch s e n - C o b u r g.

Nr. 760. E. Baum, Flaschnermcistcr in Coburg , hatte einentheils aus Gußeisen, theils aus Blech konstruirten, mit einem eisernen