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§. 23. Geräth- und Maschinenguß.
und zwar in solchem Abstände, daß die Lappen an der Thüre ziemlichgenau zwischen dieselben passen. Sämmtliche Lappen sind durchbohrt,und man steckt, nachdem die Thüre an ihre Stelle gebracht ist, einfacheinen Drahtstift hindurch, der oben einen Hops hat, damit er nicht herab-fallen kann. Die Thüre hat dabei so viel Spielraum an dem Nagel, daßsie an der Angriffscitc etwas gelüpft werden kann. Dort hat sie einenkleinen Borsprung, der in den angegossenen, mit einem Feilstriche ausge-kehlten Schlicßkloben einfällt. Die an den Putzlöchcrn angebrachten Ver-schlüsse werden durch Gegengewichte zugehalten, die Deckel aus denHanblöchern mit bajonettartigcn Stielen herausgehoben, welche unten ineine angegossene Schlaufe greisen u. s. f.
Nr. 414. Pond u. Eomp. aus Boston lieferten 2 Heerde, welcheweder in der Einrichtung noch in der Ausführung etwas Neues darbieten,sonst aber brav gearbeitet sind. Der Aussteller erhielt die PrciSmedaille.
8. 23.
Geräth- und Maschinenguß.
Wir können füglich diese Betriebszweige zusammenfassen, da in den-selben die Ausstellung nicht viel auszuweisen hatte. Bei den Güssendieser Abtheilung tritt das VerzierungS-Elemcnt noch mehr in den Hinter-grund , ja die Verzierung wird zum Vorwurf, wo sie nicht zugleich denGebrauch unterstützt. Dagegen ist ein gutes Material, die Darstellungzu billigen Preisen, eine genaue Einhaltung der Formen des Modellesund die Darstellung glatter Flächen von hoher Bedeutung.
Der Potericguß wird in England in einer verhältnißmäßig geringenAusdehnung betrieben, was eincsthcils in der üblichen Kochart, welchedas Bedürfniß von Kückengcschirr auf ein Minimum reduzirt, andern-theils darin seinen Gruuo hat, daß die wohlhabendere Bevölkerung sichdes Kupfergeschirres bedient. In der Englischen Ausstellung waren nurverzinnte und cmaillirte gußeiserne Gesäße zu sehen. Wir werden Gele-genheit haben, einige sehr schöne Englische Emaillcn zu erwähnen, könnenaber auch nicht unerwähnt lassen, daß, wie wir von den ersten Guß-waarenhandlungcn Londons vernommen haben, das cmaillirte Geschirrim Allgemeinen nicht beliebt ist, weil das Email sehr oft nicht halte;also dieselbe Klage, wie in Deutschland . Neuerer Zeit hat die Borar-glasur von Paris auch in England Anwendung gefunden, es fehlt abernoch an Erfahrungen darüber. Man rühmt sie als sehr haltbar, undgewiß ist, daß sie eine große Elastizität besitzt; ob sie sich aber beim öfter»Warm- und Kaltwerden nicht auch abschält, müssen wir dahin gestelltsein lassen. Glas und Eisen werden immer so verschieden in ihrem Vcr-III. ' 7