Band 
Dritter und letzter Theil.
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XXII. Klasse. Metallwaareii.

halten gegen die Wärme bleiben, daß ein dauernder Ueberzug von Emailleüber Gegenstände welche fortwährend großen Temperatur-Veränderungenunterworfen find, nie mit voller Sicherheit herzustellen sein wird. Außer-dem ist die Emaille von Paris durch die graue Farbe sehr unscheinbar,was in Verbindung mit dem hohen Preise der Waare ihre Einführungsehr beschränken wird.

Dauernden Anklang findet dagegen das verzinnte Geschirr, esscheint demnach haltbar zu sein. Ob ihm diese Haltbarkeit durch den voreiniger Zeit vorgeschlagene Zusatz von 2 Prozent Nickel, oder durch denebenfalls vorgeschlagenen Zusatz einer Legirung von Zinn und Eisen,oder auf andere Weise gegeben ist, vermögen wir nicht zu entscheide».Verzinntes gußeisernes Geschirr ist sehr billig, etwa 15 Prozent theurer,als der ordinaire Guß, während das emaillirte Geschirr fast doppelt sotheuer ist; die Herstellung muß also leicht von Statten gehen.

Der Englische Maschinenguß hat seine Glanzpunkte in der raschenund sichern Herstellung großer Stücke. Mit komplizirten Formen hat erbei Weitem weniger zu thun, seit man durch selbstarbeitende Werkzeugealler Art die Metallbearbeitung so sehr erleichtert hat, daß man besserthut, ein Stück zusammenzusetzen, als sich dem Wagniß verdeckter Fehlerauszusetzen.

Nr. 1. Hood aus London halte eine Pscrdekrippe mit Raufe undWasscrgcfäß, nebst Vorrichtung zum Abfluß des Stallwassers, so wieeiniges Gitterwcrk, sämmtlich aus Gußeisen, ausgestellt, wofür die Preis-medaille erkannt wurde. Krippe und Wasscrgesäß sind cmaillirt, letzteresist mit einem Kegclvcntile an seinem tiefsten Punkt versehen, damit esleicht geleert und gereinigt werden kann. Die Vorrichtung zum Ableitendes Stallwasscrs, welche in England häufig angewendet ist, wirk manam Bestell als eine etwa 3 Zoll weite, Dförmige, mit dem Boden ebenversenkte Röhre beschreiben, von welcher ihrer ganzen Länge nach so vieloben abgeschnitten ist, daß sich ein schmaler l Zoll weiter Spalt öffnet.Damit das Pferd nicht daraus gleite, ist die Oberfläche gekerbt. DieArme der Röhren sind etwa 2 Fuß lang; sie giebt gewöhnlich das Wasseran gemauerte Dohlen ab. Ein solcher Pserdestand mit Raufe, Krippeund Trog nebst Wasscrablauf kostet nur 20 Lstr. (!)

Nr. 657. Clark aus Wolvcrhampton hatte eine größere Sann»lung emaillirtcr Hohlwaaren ausgestellt, wobei eiserne Tischchen mitemaillirtem Blatte sich besonders gut ausnahmcn. Er hatte neben seinerschöllen weißen Emaille auch die graue von Paris angewandt, zu welcherdie Englischen Fabrikanten die Mischung aus Paris von dem Erfinderbeziehen sollen. Er erhielt die Preismedaille.

Nr. 360 .V. Kcnrick u. Sohn aus West Bromwich hatten dasBeste an emaillirtem Gußeisen, was in der Englischen Abtheilung zufinden war. Neben einer aus Stücken zusammengesetzten großen email-lirten Eisterne befanden sich 4 Fuß hohe Röhren, von 1A Zoll bis zu