Band 
Dritter und letzter Theil.
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XXII. Klaffe. Mctallwaarc».

unter Nr. 428 katalogisirten, nach Angabe von Stirling (s. Th. I. S. 217d. B.) gefertigten ausgestellt. Letztere haben einen nicht unbedeutenden Eisen-gehalt, und sollen in Dauerhaftigkeit und Klang die Glocken aus Kupferund Zinn übertreffen, worüber der Beweis im Großen noch zu liefern wäre.Stirling erhielt für die als gelungen betrachtete Probe die Preismedaille.

Eine Sammlung abgedrehter kleinerer Glocken zu einem Glocken-spiele, von Warner gefertigt, war recht gut gestimmt, was aber durchBearbeitung nach dem Gusse bewerkstelligt war. Von demselben war einegroße Sammlung gut gefertigter Faßhahne ausgestellt, bot aber nichtsBcmerkcnöwerthcs dar; endlich hatte derselbe Aussteller noch eine größereAnzahl von Thurmglocken eingeliefert, deren Geläute jeden Abend amSchluß der Ausstellung einen feierlichen Eindruck machte, was so ziemlichaber auch Alles ist, was man darüber sagen kann. Die Jury war inVerlegenheit, wie sie dieselben aburtheilen solle, und suchte um eineSubjury aus der musikalischen Abtheilung nach, welche nun die Glockenläuten ließ und darauf außer den Genannten noch den Ausstellern

Nr. 519 T. Hodges auö Dublin , Nr. 682 Taylor undSohn aus Loughborough, Nr. 683 I. Murphey aus Dublin undeinigen Ausländern auf die wir später zurückkommen werden, Preise zu-erkannte; für die Schönheit des Gusses würde den genannten Britenschwerlich ein Preis zuerkannt worden sein, denn ihre Glocken waren alleziemlich rauh gegossen.

Von verschiedenen Ausstellern war noch eine Anzahl von Haus-glocken, Tischglocken, Hähne für Gasbrenner u. dgl. Gegenstände auöMessingguß geliefert, an welchen übrigens besondere Fortschritte nicht zubemerken waren.

l>. Frankreich.

Aus dem Gebiet der Glockengießerei und ordinaircn Metallgießereihatte Frankreich wenig beigebracht. Nr. 540. Hildebrand aus Paris hatte eine kleine Thurmglocke etwa 120 Pfd. schwer ausgestellt, welcheaußerordentlich schön gegossen war, außer derselben aber noch ein Glocken-spiel in zwei Oktaven, welches gut gestimmt, und eine Sammlung niedlichgearbeiteter Tischglockcn von der bekannten Konstruktion mit einer Federwelche anschlägt, wenn man auf einen durch das Centrum der Glockeherabgehenden Stift drückt.

Nr. 1093. Bollee aus St. Croir le Mans hatte drei gut zu-sammengestimmte und ebenfalls sehr schön gegossene Glocken ausgestellt,die er in Spitzen laufend aufgebängt hatte, was wir nicht zur Nachahmungempfehlen möchten.

c. Schweiz .

Außer einigen bescheidenen Kuhglocken, welche Schweizerische Aus-steller wohl nur aus Anbänglichkeit an heimische Klänge ausgestellt hatten,waren in der Schweizerischen Abtheilung keine Erzeugnisse des Glocken-gusses zu bemerken.