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tz. 27. Schmied- und Schlosser-Arbeiten.
hauptsächlich aus der kaltcu Bearbeitung hervorgebcntc Eisenarbeiten.Au dieselben mögen, wenn auch zum Theil nicht in der Darstellung, dochim Gebrauche verwandt, die Fcldschmiedcn und Blasebälge sieb anreiben.
Die größeren Gegenstände, welche mit Hülse von Wasser- oderDampskrästcn hergestellt werden, sind mit Ausnahme der Schmiedc-Amboße andern Abtheilungen zugewiesen worden. Wir können deshalbbier nur vorübergehend des Triumphes erwähnen, den der menschlicheGeist im Siege über die Materie feiert, wenn man dieselbe Genauigkeit,dieselbe Schärfe welche man an den Handarbeiten eines geübten Schmiedeszu verlangen gewöhnt ist, in ibrcr ganzen Vollkommenheit wiederfindet anEisenmasscn von mehr als 100 Oentncr Gewicht, wie die runden Ankervon Brown Lcnot u. Eomp. in London mit Fuß größter Dicke,12 Fuß Länge und 12 Fuß Bogensehne, die Fabrikativnsnummer 9010an der Stirne tragend, oder diejenigen von For H e nderso n u. 0 o m p.mit 78 Eentner Gewicht, achtkantig wie gehobelt geschmiedet, oder endlichdie Anker von Longridge u. Eomp.'von den Bedlington Eisenwerken ,cbcitfalls 100 Etr. schwer, welche letztere von den Fabrikanten im stolzenBewußtsein, daß auch nicht der kleinste Schweißfehler, kein einziger falscherHammerstrcich daran zu entdecken sei, ohne Anstrich ausgestellt waren.
Wenn wir aber solcher Leistungen der abendländischen Technik er-wähnen, so dürfen wir die schönen, nach Art der Damaöc-Flintenläuscgefertigten damascirten eisernen Kanonen der Türkischen Abtheilung,8- und ÖPfünder, nicht ungcrübmt lassen, welche angeblich im Jahr18-11 im kaiserlichen Arsenal zu Trapezunt gefertigt, eine Schmicdcarbeuund ein Material zeigen, wie wir Bcidcö nicht besser zu liefern ver-möchten.
Was nun die unserer Klasse zugewiesenen oben erwähnten Gegen-stände betrifft, so ist bei den meisten derselben, besonders aber bei denSchmiedearbeiten in erster Linie, die Dualität des Materials in Betrachtzu nehmen, dessen richtige Auswahl und Behandlung vorzugsweise demFabrikate seinen Werth giebt. Dabei ist aber auch die richtige und ge-fällige Form von erheblichem Werthe, selbst wo das Äcußcre auf denDienst des Gegenstandes von wenig oder gar keinem Einflüsse ist. Es istbekannt, daß Stahl und Eisen, die Materialien aus welchen die Schmiede-Arbeiten gefertigt werden, durch öftere Behandlung in: Feuer sehr leichtNoth leiden; ein gewandter Schmied, der im Stande ist, einen Gegen-stand aus der ersten Hitze fertig zu machen, wozu ein Anderer derenmcbrcre gebraucht, wird deshalb das Material nicht so leicht verderben,als der Letztere, weshalb eine schöne, den gewandten Arbeiter beurkun-dende Schmiedearbeit auch in Beziehung auf die Qualität des Mate-rials in der Regel mebr Vertrauen genießt, als eine solche welche Spurender Ungeschicklichkeit an sich trägt.
Die größte Schwierigkeit bei den Schmiedearbeiten, besonders beisehr großen und sehr kleinen Stücken, ist das Schweißen; man läuft da-