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XXII. Klasse. Mctallwaarcn.
bci Gefahr, daß entweder wegen zu geringer Erhitzung die Schweißnngnicht vollkommen, oder wegen zu starker ein Theil des Metalles ver-dorben wird, oder ganz verschwindet, und eine Grube oder Verschwächungverursacht. Weitere Schwierigkeiten erwachsen aus der Größe und Formdes zu schmiedenden Gegenstandes und aus dem Grade der Bollcndung,in welchem er den Amboß verlassen soll.
In letzterer Beziehung kommt die gute Einrichtung einer Schmicdc-wcrkstätte mit Gesenken und Sehhämmern der Gcschicklichkeit des Arbeiterssehr zu Hülse.
Bei den Schlosscrarbciten kommt es wesentlich auf eine feste Ver-bindung aller unbeweglichen Theile, einen genauen Schluß der beweg-lichen, wo sie an andere sich anzulegen oder hindurch zu gehen haben,endlich auf eine gefällige jedoch mit Verzierungen nicht überladene Forman; außerdem verlangen einzelne Schlosserarbcitcn die Entwickelungmechanischer Kenntnisse.
Ein weites Feld für Scharfsinn und Gcschicklichkeit bietet besondersdie Konstruktion der Schlösser dar. Wenn es die Bestimmung desSchlosses ist, daö Eindringen eines Unberufenen in den verschlossenenRaum soviel als möglich zu erschweren, so können natürlich die Vor-richtungen, welche mit Spcrrwerkzcugcn rasch geöffnet werden können,nicht genügen. Nichtsdestoweniger leiden bci Weitem die meisten Schlösseran dieser Unvollkommenhcit. Aber auch an einem Schlosse, welches nurmit dem dazu gehörigen Schlüssel geöffnet werden kann, bleibt noch derUcbelstand, daß dieser, wenn er nicht unausgesetzt aufs sorgfältigsteverwabrl wird, mittelst der Abnahme von Wachsabdrückcn oder sonstigerHilfsmittel nachgemacht und nun das Schloß geöffnet werden kann. Essind deshalb viele Anstrengungen gemacht worden, um Verschließungenzu konstruircn, welche mit Spcrrwerkzcugcn nicht geöffnet werden kön-nen, und bci welchen der Besitzer, auch wenn ihm der Schlüssel ver-loren gebt oder nachgcabmt wird, noch nicht Gefahr läuft, daß der-jenige der ihn findet, oder sich einen Abdruck davon verschafft, sein Schloßöffnen kann. Hierzu dienen die veränderlichen Schlüssel.
Es ist bekannt, daß jede bessere Schloß-Konstruktion im Prinzipedarauf hinausläuft, daß durch Umdrehung eines mit einem Ansätze oderBarte versehenen Schlüssels ein Riegel vor oder zurückgeschoben wird,in welchen, wenn er an seinen Ausgangs- oder Zielpunkten angekommenist, eine Feder oder sonstige Vorrichtung, die man Zuhaltung nennt, ein-fällt, welche vor der Bewegung jedesmal vom Schlüssel ausgebobenwerden muß, damit dieselbe vor sich gehen kann, und die den Zweck hat,das Vor- oder Zurückschieben des Riegels, wenn er vorgeschoben ist, vonaußen unmöglich zu machen.
Um nun mit Schlüsseln von eigenthümlicher Form in die Schlössergelangen zu können, hat man in denselben die sogenannten Besatzungen