tz. 34. Nordamenkamschc Tchmicd- und Schlosscrarbcitc». ) 9s)
letzter» besteht darin, daß sie in drei Haupt-Abtheilungen gebracht ist, deren erste,über dem Schlüsselloch liegende, vom Schlüssel gehoben und herabgelassen wird, alsoblos eine Vcrtikalbewegung macht, wozu sie in einem Rahmen läuft, und von obenherab mit Federn niedergehalten wird, während die letzte, dem Kopfe vcs Schloßric-gcls zunächst befindliche, mit letzteren! die Horizontalbewcgung und anf demselbendie Vcrtikalbewegung macht, und die Wirkung beider auf einander durch die dritte,in der Mitte liegende, vermittelt wird. Diese mittlere wird durch Federn nach obengegen Vorspränge der innern Zuhaltung gedrückt, und sie faßt die äußere mittelstAusschnitten, in welche die an der äußern angebrachten horizontalen Arme genauund ihrer ganzen Länge nach, die etwas geringer als der Weg des Riegels ist,hineinpassen. Wird das Schloß zugeschlossen, so heben sich die über den, Schlüssel-loch liegenden Zuhälter in die Höhe, die mittlern folgen ihnen vermöge des Drucksder anf sie wirkenden Federn, und nehmen die äußern in sie eingreifenden mit her-auf, so daß der Riegel ausgelöst ist und vorwärts gehen kann. Während er nunvorwärts geht, zieht er die äußern Zuhälter aus den mittler», die sich nicht in hori-zontaler Richtung bewegen können, heraus. Sobald sie herausgezogen sind, würde»sie herabfallen, wenn sie nicht anf der den Armen entgegengesetzten Seite gezahntwären und vor dem AnStretcn gegen einen vorne hängenden Sperrkegel oder Ankergedrückt würden, der in die Zähnung eingreift und so die Zuhälter genau in derStellung erhält, in der sie die mittlern ZuhaltungSstücke verlassen haben. Dieseletzter» senken sich nun wieder herab, wenn der Schlüssel vollends umgedreht wird,Hin vollständig abzuschließen. Die äußern Zuhälter bleiben also unveränderlich amSchloßriegel hängen und derselbe kann daher nur rückwärts gehen, wenn der Armjedes Zuhälters beim Rückgang genau wieder den Ausschnitt an dem ihm korrcspon-direndcn mittlern Zuhaltungsstücke trifft, was nur dann möglich ist, wenn mit demselben Schlüssel aufgeschlossen wird, mit welchem zugeschlossen wurde; denn andernfalls stößt der Arm des äußern Zuhälters auf die Stirn des mittlern Stücks, undder Riegel kann nicht zurückgehen. — Die nöthige Höhe jedes einzelnen Bartsrücksherauszufühlen, wie es bei Chubb's und Bramah's Schlosse geschah, ist nichtmöglich, weil man zu der mittlern Zuhaltung nicht gelangen kann; sie ist durch eineWand von der über dem Schlüsselloch stehenden getrennt, durch welche nur oben dieArme der letzter» hinüberrcichen, an welche die mittlern Zuhaltungsstückc durch ihreFedern angedrückt werden. Die Arme an den äußern Zuhältern sind an der Stirn,die sie den mittlern zukehren, mit feinen Zähnchen versehe», und diese haben da, wodie Arme anfstoßen können, wenn sie den Einschnitt nicht treffen, eben solche Zähne.Drückt man also den Riegel auch rückwärts, so fassen sich die äußern und mittlernZnhaltungsstücke mittelst dieser Zähnchen gleich fest, ob die korrcspondircnden Inhal-ier richtig oder unrichtig, d. h. ob die Arme in den Ausschnitten, oder ob sie blosstirnwärts gegen einander stehen, und ei» Anf- und Abprobiren, wie an den ander»Schlössern, ist nicht möglich. Das Schloß hat aber »och den weiter» Vortheil, daßder Schlüssel zu gebrauchen ist, wie man auch seinen Bart verändern mag, soferndies nämlich geschieht, so lange das Schloß offen ist. ES geht aus der gegebenenBeschreibung hervor, daß der Schlüssel bei jeder Stellung der einzelnen Zähne, ausdenen er zusammengesetzt ist, die erste Zuhaltung über dem Schlüssel hebt, die mitt-lere darnach mittelst ihren Federn sich korrespondirend hebt, die äußere damit heraus-nimmt und diese vermöge des Ankers so gefaßt wird, Laß sie in der dem zuschlie-ßenden Schlüssel entsprechenden Stellung verbleibt. Dies ist für diejenigen, welchevon der Veränderlichkeit des Schlüssels Gebrauch machen wollen, von großem Werth.
Das Schloß kann natürlich auch ohne veränderlichen Schlüssel gute Dienstethun und kommt dann wohlfeiler zu stehen; gegen den Eingriff desjenigen, der esverfertigt oder den Schlüssel in Händen gehabt hat, schützt aber nur der veränder-liche Schlüssel.
III.
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