tz. 34. Nordamerikanischc Schmied- und Schlosserarbeite». 131
Schloßkasten versenkt ist und, außen vortretend, in einen i» letzterem befindlichen Ein-schnitt paffend cinschlüpscn kann, wobei er dann natürlich den Umgang sperrt. Erist also der Zuhälter, Eine untergelegte Feder drückt ihn fortwährend nach deinInnern der Büchse, nach außen drückt ihn die verstellbare in der Büchse befindliche Be-satzung nur wenn abgeschlossen ist. Diese hat eben so viele gezahnte Rädchen, als derSchlüssel Schcibchen hat, welch letztere die erster», wenn der Schlüssel durchgestecktist, an kleinen Mitnehmern erfassen und umdrehen. Zwischenliegende eingestreiftePlatinen halten die Rädchen getrennt und dienen ihren kleinen Naben als Lager.Die dem Zuhälter entgegengesetzte Hälfte der innern Wand der Büchse ist in dieserbesonders eingesetzt und nach außen verschiebbar; sie ruht auf einem nach außendurchgehenden Nagel, welcher vorsteht, sobald sie nicht mehr an die andere Hälfteanschließt. I» die Büchse paffend, liegt uni jedes Rädchen herum ein gleich dickerBlechring mit einem Zahn nach innen, welcher in das Rädchen eingreift, sobald derverschiebbare Theil der Büchse an den »»verschiebbaren anschließt und aus dem Ein°griff kommt, wenn er zurücktritt; der Blechring hat nämlich jenseits des Mittelpunktsan seinem äußern Umfang seinem Zahne gegenüber einen Einschnitt, in welchen derZuhälter einspringen und aufsitze» kann, wo dann seine Feder die Blechscheiben herabschiebt. Außer den erwähnten, liegen oben und unten in der Büchse noch zwei ähn-liche, jedoch nnr mit einem einzigen Zahneinschnitt versehene Rädchen, nm jedes herumauch ein Ring mit Zahn und Einschnitt, aber stärker als die andern, von Stahl, nndder Einschnitt so konstruirt, daß er den eingesprungenen Zuhälter beim Rückwärtsdrehen hebdaumenartig lüpft und hinausschiebt. Wird nun in dem geöffneten Schloßder Schlüssel vorwärts gedreht, so werden allmählich von den Scheibchen des Schlüs-sels die beim Einschieben desselben in grader Linie gestandenen Mitnehmer der Räd-chen gegriffen und letztere mehb oder weniger umgedreht. Die Blechscheren hat allein ihrem Einschnitt der Zuhälter angefaßt und außer Eingriff gesetzt. Nun faßt end-lich der umgehende Schlüssel das Erzentrik nnd dreht es sammt Büchse, bis derSchloßriegel völlig heraus ist, wo eine außen an der Büchse angebrachte Feder vor-springt, die ihr Zurückgehen verhindert. Bei der Umdrehung ist der Nagel des be-weglichen Büchsenstücks auf den Rahmen des Riegels gelangt und nach dem Mittel-punkt gedrückt worden, wodurch die Zähne der Blcchscheibe» in die Rädchen eingerücktwurden, jeder in die ihm vom Schlüssel gegenübergestellte Zahnlücke. Wird nun derSchlüssel rückwärts gedreht, so schieben die Stahlringe den vor den Einschnitt imSchloßkasten stehenden Zuhälter hinaus, Büchse mit Erzentrik können sich nicht mehrdrehen, wohl aber die vom Zuhälter freigewordenen Blechscheiben mittelst der in sieeingreifenden Rädchen, deren Mitnehmer sich zuletzt nach der nun wirkenden andernSeite des Schlüssels in gerade Flucht stellen, so daß dieser herausgezogen werdenkaun. ES ergiebt sich von selbst, daß nur mit demselben Schlüssel wieder aufge-schlossen, mit jedem beliebigen aber zugeschlossen werden kann.')
Noch einige andere ausgestellte Schlösser von guter Arbeit, ebenfalls auf dasPermutations-Prinzip konstruirt, unterlassen wir zu beschreiben, weil sie nichts neuesvon Bedeutung dargeboten haben. Ebenso wissen wir über den unter Nr. 124 vonHerring aus New-Uork ausgestellten gut gearbeiteten fenersichern Gcldschrank nichtsvon besonderem Interesse zu berichten.
Nr. 375. James Hanley aus New-Kork hatte eine Verbesserung an denSchlüsseln mit massivem Schaft bei Schlössern, die von beide» Seiten den Schlüsselaufnehmen können, angebracht, welche verhütet, daß nicht, wenn derselbe im Schlüs-selloche steckt, die Thüre dadurch geöffnet werden kann, daß man den Kopf desSchlüssels außen, wo er aus dem Schlüsselloch hcrausragt, mit einer Zange faßtund umdreht. Er feilt den vorstehenden Theil des Schlüsselschafts, der zur Führungdes Schlüssels nothwendig ist, ganz dünn rund nnd stellt seine richtige Dicke dadurchwieder her, daß er ein kleines Käppche» aufsteckt, welches auf dem Schafte vorne
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