1Z2 XXII. Klasse. Mctallwaaren.
lose vernietet ist, damit es nicht abgehen kann »nd sich umdreht wenn es gefaßtwird, ohne den Schaft nntiunehmc,i.
Noch war in der Amerikanischen Abtheilung ein Schraubenschlüssel ausgestellt,der sich durch große Einfachheit auszeichnete. Man denke sich eine einen Zoll imDurchmesser haltende, oder auch noch stärkere und etwa 1 Fuß lange Schraube mitgutem Gewinde vierseitig so abgefeilt, daß sie 4 gleich breite, ebene Seitenfiäche»und 4 eben so breite noch unversehrte cylindrischc mit eingeschnittcncm Gewinde hat,also achteckig ist. An einen, Ende dieser Schraube ist der obere Backen des Schrau-benschlüssels befestigt, am andern ist die Schraube zugestutzt, damit ein hölzernesHeft aufgesteckt werde» kann. Ehe dies geschieht, wird der auf die 4 gefeiltenFlächen genau hassende untere Backe» dem obern korrespondircnd nbcrgestreift, nndmit ihm eine ziemlich lange Schraubenmutter eingeschraubt, welche von den nochvorhandenen Theilen des Gewindes gefaßt wird und mit dem untern Backen dreh-bar zusaiuiuengchäiigt ist. Letzterer hat nämlich unten eine Rinne eingedreht, in welcheein an der Schraubenmutter befestigter Haken greift. Je nachdem man nun dieMutter umdreht, schiebt sie den Backen vor oder rückwärts.
') Das Schloß ist unter der Adresse des Herr» Reg.-Raths ür. v. Stcinbeisin Stuttgart zu bekommen; — sei» Studium schwierig, aber sehr interessant.
K. 35.
D raht-Arbeiten.
In diese Abtheilung fallen die Drahtseile, Drahtgeflechte, Metalltücher,die Steck- nnd Nähnadeln, die Drahtstifte, Holzschrauben und Kratzen.
Die früher so beschränkte Anwendung des Drahtes hat sich durchdie unserer Zeit ungehörigen Fortschritte voll Wissenschaft und Technikungemein ausgedehnt. Durch die Eiektrotelcgraphie ist, man darf wohlsagen, die ganze politische Welt zu einer Drahtmechanik, das starre Me-tall aber zum blitzcsschncllcn Träger der Gedanken geworden. Solcheunbewußte, rasche und gehorsame Boten sind von unschätzbarem Nutzen;die Ausdehnung ihres Gebrauchs kennt keine Grenzen.
Die Anwendung deS Drahts zu starken Seilen welche im Jahr1822 zuerst vom Ober-Bergrath Albert in KlauSthal versucht wurde,nimmt immcrmchr zu, da eilt Seil aus Eisendraht ungefähr den sechstenTheil eines gleich starken hänfenen wiegt und dabei bedeutend wenigerRaum auf der Auswindcrolle in Allspruch nimmt. Durch das Verzinkendes Drahtes hat man es in der Hand, die Drahtseile auch vor Rost zuschützen, wodurch sie an Dauer bedeutend gewinnen. Dies ist natürlichnur bei Seilen Vortheilhast und nothwendig, die nicht einer fortwährendeilAbnutzung unterworfen sind.
Da ein Drahtseil seine größte Stärke nur dann erhält, wenn dieDrähte selbst keine Drehung beim Spinnen erleiden, so wird in die6 Drähte, aus welchen gewöhnlich der Strang gebildet wird, ein Hanf-seil von entsprechender Dicke eingelegt, welches den inmitten der symme-trisch angeordneten an einander anschließenden Drähte befindlichen Raumausfüllt und gewöhnlich getheert wird. Aus 6 solchen Strängen wird