Band 
Dritter und letzter Theil.
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§. 35. Englische Drahtarbeiten.

Unter Nr. 4l0 Klaffe VI. waren ausgezeichnet schöne Metalltücher aller Artvon Coreoran u. Comp. in London ausgestellt; von den feinsten Sorten bis zuden gröbsten und von verschiedenen Wcbarten, namentlich schöne Köper. Es warendabei eiserne Drahtgewcbe von halblinicn starkem Drahte sehr eben »nd gleichförmig.Er erhielt die Preismedaille.

Nr. 30. Greening n. Söhne in Warrington hatten ganz besonders starke,bis zu 5; Fuß breite Metallgewcbe für Malzdarren, Erzstebc und dergleichen Zweckeausgestellt, welche mit Dampfkraft gewebt sind. Sie sind außerordentlich gleichför-mig und mittelst Durchgang zwischen Walze» geebnet. Er erhielt die PrciSmedaillc.

Noch hatten Combes von London und Nickler und Neath in Birmingham Muster von Metalltüchcrn, die sehr schön waren, ausgestellt.

Ersterer feine Eiscngewebe mit 100 Drähten auf den Zoll, Letztere Gewebe mit22,500 Maschen auf den Quadratzoll, was sie für sehr fei» halten, dabei feinenKupferdraht, das Pfund angeblich 78,000 Fuß, oder beiläufig 5 Deutsche Weg-stunden lang.

Bon den Ausstellern von Steck- und Nähnadeln »nd von Fischangeln wurde»sieben mit der Preismcdaille bedacht. Es wurde dabei auf den Ruf Rücksicht ge-nommen, den die betreffenden Häuser haben; sie heißen: Berietet und Söhne,Bonlton lind Söhne, G. Goodman», H. Horsfall, diese sämmtlich vonBirmingham; Cocker u. Söhne von Sheffield , Eocker u. Söhne von Hather-sagc in Derbpshire »nd Kisby Beard und Eoin p. in London .

Nr. 231. Cocker und Söhne von Hathersage veranschanlichten in ihrer Aus-stellung die Nadel in ihren 20 Stadien, bis sie vollendet und zum Einpacken fertigist, wobei besonders die Sorgfalt ausfällt, welche ans daö Poliren und das wieder-holte Ausrcibcn des Oehrs verwendet wird, was wohl die einzigen Ursachen einesUnterschieds zwischen manche» Englischen und Deutschen Nadeln ist. Die seit etwa25 Jahren') erfundene Ventilirvorrichtung, welche den Fcilstaub beim Schärfen derNadeln wegführt, dadurch dieser Arbeit ihren nachiheiligen Einfluß auf die Gesund-heit benimmt und deshalb nun überall eingeführt werden muß, war auch ausgestellt.Cocker und Söhne verfertigen Nadeldraht aus Gußstahl, den sie direkt ans Gußeisenmachen; dasselbe wird entkohlt und dann umgeschmolzen; Draht aus diesem Stahlsoll der beste für Nadeln sein.

Nr. 331. H. Horsefall aus Birmingham hatte Nadeln für Klaviermacher,angelaufen, lackirt und plattirt, ausgestellt.

Nr. 330. Edelstein und Williams in Birmingham hatten ihre patentirte»Stecknadeln ausgestellt, bei welchen der Kopf durch einen Druck, wie bei den Draht-stiften aufgestaucht und kein kleiner Drahtring zu diesem Zwecke aufgesteckt wird.Diese Stecknadeln find in Deutschland nicht sehr beliebt, die Köpfe sind scharfund zerreißen die Kleider. Dcmungeachtet werden sie in ungeheurer Menge gefertigt.Das genannte Haus allein soll jährlich an 3000 Centner fabriziren und dazu Ma-schinen anwenden, welche 600 Stück in der Minute fertig machen.

Nr. 322. John Cornforth aus Birmingham hatte eine Auswahl mittel-mäßiger Drahtstifte ausgestellt, hauptsächlich um seine Drahtsabrikation zu erläutern.

Nr. 3l8. I. Hawkins und Nr. 3l6, Heun u. Bradleu, Beide aus Bir-mingham , hatten gut gefertigte Holzschrauben ausgestellt. Sie erhielten Beide diePreismedaille; ihre Fabrikation soll sehr bedeutend sein.

Nr. 010. Die Patent-Spitz-Schra ubcn-Kvmpanie von Wolverhampton hatte Holzschrauben ausgestellt, welche dieser Abtheilung eigentlich nicht angehören.Sie sind nämlich nicht aus Draht gefertigt, sondern gegossen und weich gemacht.Sie kommen natürlich den geschnittenen nicht gleich, find aber doch für solche Zwecke,wo es sich darum handelt, Gegenstände fester zusammen zu hallen, als dies dieNagel thun, brauchbar und kommen sehr billig zu stehen.