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XXII. Klasse. Metallwaaren.
a. England.
Die Fertigung von Drahtseilen hat für England besondere Wichtigkeit. Dieflachen und runden Drahtseile werden in den Kohlenbergwerken von Northumberland ,Durhain und Berkshire säst allgemein angewandt.
Auf mehr als 200 Meilen geneigter Ebenen werden durch solche Seile Bahn-züge gefördert und allmählig gehen sie auch in den Gebrauch der Schiffe über.
Nr. 32. W. Kuper in London hatte kupferne und eiserne Drahtseile unddabei auch Muster zu unterseeischen Tclcgraphcnscilcn ausgestellt. Die Drahtseilesind auf die oben beschriebene Weise znm Theil aus 2li> Drähten gebildet, so daßmit Isj Linien starkem Draht ein äzclliges Seil hergestellt ist. Die Telegraphcnseilewaren auf die Anwendung der Gutta-Pcrcha zur Jsolirung der Kupferdrähte basirt,welche mit diesem Material umhüllt, in ein Seil von verzinktem Draht eingehülltwerden. Kuper erhielt die Preiömedaille.
Nr. 30. Wilkins und Weatherly hatten von verzinkten und unverzinktenDrahtseilen gleicher Art Proben ausgestellt, und deren saubere Ausrüstung sich be-sonders angelegen sein lassen.
Nr. 36. R. S. Newall von Newcastle , der im Jahr 1840 ein Patent füreine Maschine zur Herstellung von Drahtseilen erhielt, bei welcher die Drähte keineDrehung erleiden, führte die Drahtseile zuerst in England ein. Seine Maschine istauch in Sachsen und Oesterreich in Anwendung. Er hatte zwei Sortimente Draht-seile von 5 Zoll Stärke und abwärts ausgestellt; bei dem einen bestanden die Seileaus 36 Drähte», bei dem andern aus 216. Bei ersterem waren die Drähte beiläufig4 Linien, bei letzterem 1 Linie stark. Er hatte-endlich ebenfalls ein Muster zu einemunterseeischen Telegraphenseilc ausgestellr, dem das bereits beschriebene im Wesent-lichen gleich kommt. Newall erhielt die Preismcdaillc.
Nr. 35. F. H. For aus London hatte sehr niedliche und ebenso solid gear-beitete größere Drahtgeflechtarbeitcn ausgestellt; ein großes Vogelhaus und ein Gitterwrrk zu einem mit Schlingpflanzen zu überdeckenden Thürbogen bestimmt, leichtund doch sehr fest; einen Blumenständer, ferner Muster sehr feiner und gleichgeweb-ter Metalltücher; einige sehr geringe Vogelkäfige und endlich Muster seinen Kupfer-drahts 22,764 Fuß auf das Pfund, also beiläufig 11; Wegstunden lang. Erwurde belobt.
Nr. 37. John Reynolds von London hatte einen ganz aus Draht gefloch-tenen Tisch ausgestellt, der im illustrirten Kataloge abgebildet ist; drei aus Drahtgeflochtene Schlangen, welche sehr unnatürlich auf der Spitze ihres Schwanzes stehen,bilden den Fuß.
Nr. 550. Tupper und Carr in London , welche auf die Einführung desgalvanisirtcn Eisens nach Sorels Verfahren, also auf die Verzinkung des Eisensim Feuer, patentirt sind, hatten verzinkte Gegenstände aller Art, unter diesen auchverzinkte Drahtseile und Drahtgeflechte ausgestellt. Diese Ausstellung ist nur insoweit interessant, als sie darauf hinweist, daß die Anwendung des verzinkten Eisensin England im Zunehmen begriffen ist. Die Englische Staatsverwaltung läßt neuererZeit verzinktes Eisenblech in den Dockyards zu Bedachungen allgemein anwenden,auch zur Einfassung der Kohlrnmmeln in den Schiffen. Die Aussteller erhielten diePreismedaille.
Nr. 337. I. F. Wakeficld von Birmingham hatte verschiedene kleine ausDraht geflochtene Gegenstände, und unter diesen namentlich Vogelkäfige ausgestellt,welche außerordentlich schlecht und geschmacklos waren. Dasselbe war, wie bereitserwähnt, bei den kleinen Käsigen von For der Fall. Wakefield hatte auch einigeDavyschc Lampen, unseres Wissens die einzigen in der Ausstellung, und einigeMuster von ordinairen Metalltuchen ausgestellt.