Band 
Dritter und letzter Theil.
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143
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§. 37. Großbritanniens getriebene und Blech-Arbeiten. 143

der Kunst begiebt, »m alterthüinliche Fornien darzustellen, so hat sie selche veredeltund nicht i»it Mangeln wiederzugeben, welche in früherer Zeit zwar nicht als selcheangesehen werden konnten, wohl aber in der jetzigen. Ornamentale Mctallarbeiten,welchen schon von Weitem das hohle Blecherne anzusehen ist, könne» heut zu Tagenicht mehr schön geheißen werde», wo man dieses dürre Aussehen so leicht ver-meiden gelernt hat. Man wird dadurch gar zu sehr an die mißlungenen Wirths-schilde und Wetterfahnen mancher Dorfkünstler erinnert. Wen» Hartmann die ihm zurDisposition stehende Kunstfertigkeit in richtigerer Weise verwendet hätte, so hätte ergewiß Etwas geliefert, was Jede» befriedigt haben würde. Eine hohe Kunstfertig-kcit ist mit seinen Arbeiten jedenfalls bewiesen nnd da er nach seinen eigenen Worte»die fraglichen Arbeiten blos für die Ausstellung geliefert hat, in welcher der mittel-alterliche Hof durch in mittelalterlicher Manier gefertigte Blechdekorationcn vervoll-ständigt werden sollte, so mag die ihm gewordene große Verdienstmedaille ihm immer-hin vergönnt werden.

Nr. 362. James Kimberlen in Birmingham hatte gcstanzte Gardinenver-ziernngen, Bronzerahmcn, Dekorationen an Glockenzüge, Schloßschilde nnd dergleichenGegenstände in reicher Auswahl ausgestellt. Die Farbe des Metalles war sebrschön und gleichförmig, wie man es nicht besser wünschen niag, dagegen die Zeich-nung etwas steif.

Nr. 355. Joseph Hill a»S Birmingham hatte ebenfalls gestauzte Verzier,ingcn ausgestellt lind dabei die Fabrikation durch Ausstellung der Rohmaterialienund des Fabrikats in allen seinen verschiedenen Stadien als Blech gestanzt, gelöthet,gebeizt, gescheuert, polirt und gefirnißt, auf eine sehr anschauliche Weise erläutert.

Nr. 32t). B. R. Eooksey aus Birmingham , und Nr. 263, G. Lingard,ebendaher, hatten ein zu trüben Gedanken stimmendes Assortiment von gestanztenkohlschwarzen Sargverzierungen aus Messingblech, theils matt, theils glänzend lackirt,ausgestellt. Die schwarze Decke ist sehr zu loben, dagegen war in den Ornamentenwenig Geschmack. Eooksey erhielt eine Belobung.

Nr. 257. William nnd Joseph Harcourt hatten eine Auswahl gestanz-ter Bronzeverzierungen für Vorhänge und dergleichen nebst gegossenen Mcsfingbe-schlägen für Glockenzüge ausgestellt. Znr Hebung der Vorhangverzierungen warein schöner seidener Vorhang vor der blumige» Tapetenwand, an welcher die anderenGegenstände befestigt waren, angebracht. Auf solche Weise herausgeputzt, »immtauch eine geringere Waare sich gut aus. Uebrigens ist die Zeichnung an Harcvurt'sFabrikaten zu loben und die Farbe des Metalles, sowie die Reinheit und Durch-sichtigkeit des Firnisses läßt nichts zu wünschen übrig. An seinen Vorhangver-zierungen nehmen sich die -eingestanzten Nachahmungen von Damast und Frangensehr gut aus.

Nr. 32l. Simcor, Pemberto» nnd Sohn aus Birmingham hatten eineschöne Auswahl fast all der Gegenstände, welche aus Bronze gestanzt werden, sowiedie kleinen Mesfinggnßwaaren ausgestellt, die man zu Zierrathen an und aus denMenbelii, an Thüren, Glockenzügen u. dgl. gebraucht.

Beiläufig möge hier erwähnt sein, daß namentlich an den Beschlägen weißes,farbiges und gemaltes Porzellan nnd ganz besonders Glas sehr reichlich angewen-det wird; die Thürschilde von Porzellan, die Thürgriffe von Glas, sind wegen ihrerReinlichkeit sehr beliebt. Der Aussteller hat verstanden, sie mit Geschmack anzu-bringen. Seine gestanzten Waaren sind wahrhaft musterhaft. Er hat die Preis-medaille erhalten.

Nr. 373. R. W. Winfield aus Birmingham hatte eine ganz ausgezeichneteSammlung seiner Erzeugnisse ausgestellt, wohl das Beste, was die Engländer in derganzen Klaffe gelufert haben. Schon bei der Abtheilung der gegossenen Waarenhatten wir seine Brcnzekandelaber, Lüstres und andere Gegenstände wegen ihres Ge-