Band 
Dritter und letzter Theil.
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145
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§. 37. Großbritanniens getriebene und Blech-Arbeiten. 145

die schönen Kupserschmicdwaaren auffallen, welche in derselben ausgestellt waren, unddie aus ebenso geschickte als pünktliche Arbeit hinweisen.

Nr. 489. Kepp u. Comp. in London , der mit etwa 30 Leuten arbeitet, hatteeine Auswahl von Knpfergefäßen ausgestellt, unter denen fich eine größere AnzahlBackformen, sowohl durch die Tiefe, zu der sie getrieben waren, und die vielen scharfabgesetzten engen Versenkungen (welche an den, Kuchen kleine Thürmche» bilden),als durch eine reine Verzierung auszeichneten. Sie sind von Hand ansgetieft. Kepperhielt die Preismedaille.

Nr. 354. W. Souter iu Birmingham hatte Pfannen ausgestellt, an welchendie äußerst fleißige Arbeit und schöne Verzinnung auffiel, welche außen so schön istwie innen. Man sieht an den Wandungen der ganz von Hand gefertigten Pfannenauch nicht einen Hammerstreich. Solche Arbeit sieht man übrigens nicht blos inder Ausstellung, man findet sie auch in den Englische » Kaufläden. Dagegen fälltes auf, daß an allen diesen Arbeiten die Böden eingelöthet sind, wie auch dieWand zusammengelöthet ist, wo auf den Löthfugen die Theile immer in einanderverzahnt sind. Souter wurde belobt.

Nr. 602. (Kl. VI.) Eine Arbeit von Pontifer und Wood könne» wir,wenn sie auch schon Theil I. Seite 584 vorkommt, hier nicht unerwähnt lassen.Eine kupferne Vaknumpfanne von 3 Fuß Höhe und 9 Fuß Dnrchnieffer, eine wun-derschöne Arbeit. Auch nicht ein Flecken war an derselben zu sehen. Für diese vor-treffliche Arbeit ward die große Medaille ertheilt.

Nr. 486. T. Hale und Comp. von Bristol hatten »eben schöner Kupfer-schmiedarbeit einen Theekessel ausgestellt, welcher durch einen unten angebrachtenhohlen Schweif zur schnellen Anwärmung des Wassers dienen soll. Sie wurde»wegen diesem und einer Anzahl gutgestimmtcr Glocken belobt.

Nr. 496. Hardwick hatte einen Apparat ausgestellt, welcher als Bad, Sophaund Bettstelle dienen soll. Man denke sich eine Himmelbettstelle breit genug für einePerson, wo das Bett ist, eine Badewanne, über welcher das Bett gemacht wird,welches man den Tag über unter der Matratze in der Badewaime aufbewahrt; derBetthimmel enthält einen Wasserlassen, welcher regnen läßt, sobald man einen Hahndreht. Das Ganze war mit vielem Lurus ausgeführt. Dem Künstler kann man nichtvorwerfen, daß er nicht bei der Natur in die Schule gegangen sei.

Nr. 401. Thlor und Sohn von London hatten eine einfache Vorrichtungzum Badwärmen, zugleich zu Sturzbädern eingerichtet, ausgestellt. Neben der Bade-wanne ist in einem ganz kleinen Ofen ein kleiner Dampfkessel angebracht. DieserKessel steht nächst seinem Boden und seiner Decke mit der Wanne durch Röhren inVerbindung. Das warme Wasser wird oben hinanSgctrieben, das kalte kommt obenherein, wie bei den Warmwasserheizungen. Für Abzug des Rauchs muß natürlichgesorgt sein. Zur Benutzung des Schauerbads ist eine kleine Pumpe an der Wanneangebracht, und über dem Haupte des Badenden ein mit einem Hahne, den derselbeöffnen und schließen kann, versehener Behälter, in welchen das Wasser gepumpt wird.Thlor erhielt eine Medaille. Die mit Gas zu heizenden Badapparate von Desries,die allerdings die bequemsten sind, haben wir oben schon erwähnt.

Nr. 555. W.Harrison aus Birmingham hatte eine aus Eisenblech von Handaufgetiefte eiserne Bratpfanne ausgestellt, eine Arbeit, die uns wegen ihrer Unvoll-kommenheit in Erstaunen setzte. Die Fertigung der Pfannen unter dem Anwurfscheint in England noch nicht in Anwendung zu sein, sonst könnte eine solche Waarenicht mehr auftauchen.

Nr. 254. Thomas F. Griffith in Birmingham hatte eine Auswahl ge-stanzter, getriebener und gedrückter Eisenwaaren ausgestellt, welche von hohem In-teresse war. Er hatte nicht nur die Eisenbleche auf 8 Zoll Weite und 6 Zoll Tiefeansgetieft, sondern dieselben auch wieder zusammengedrückt, so daß sie eine bauchige

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