Band 
Dritter und letzter Theil.
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149
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tz. 38. Deutsche getriebene »nb Blech-Arbeiten. 146

Nr. 74. C. Siegert in Stettin hatte ebenfalls tüchtige Kupferschmied-Arbeitenausgestellt, welche auch bereits in der Klaffe VI. a. a. O. erwähnt sind.

Nr. 40K. Aß mann aus Neuwicd stellte verzinnte Blechgeschirre, sogenanntesRcuwicder Geschirr, aus. Die Waare ist solid, dürfte sich aber mehr den Fort-schritten anschließen, welche in Beziehung auf Fabrikation nnd gefällige Formen ge-macht worden sind. Eine Vergleichung der Fabrikate des Ausstellers mit denen vonZapp dürste für denselben von großem Nutzen sein.

Nr. 436. Lieck in Marienwerdcr stellte eine Kaffeemaschine für Reisende aus,dieselbe wird in Etuis verkauft und dient auch zum Eiersieden. DaS aufgestellteEremplar war mit besonderem Aufwande gefertigt.

Nr. 199. Stobwasser in Berlin stellte eine zwar nur kleine aber darum dochvortreffliche Sammlung seiner lackirtcn Blcchwaaren aus. Sie zeichnete sich nament-lich durch gelungene Nachahmungen von Achat und Malachit aus. Es wurde ihmdie PrciSmedaille zuerkannt.

Nr. 195. Zobel in Berlin welcher ebenfalls lackirte Bleche ausstellte, hattedarunter einige in Blech getriebene lackirte Blume» nnd gcstanzte Blechkörbe mitNachahmung von Schildpatt, die sich gut ausnahme». Diese Aussteller hätten mitgrößeren Sammlungen auftreten sollen. Gut gearbeitete Lampen und Lampenbcstand-theile hatten W- Zobel in Berlin, Gebrüder Leo in Frankfurt a. d. Oder undS. Hoffmann aus Scbnitz eingesendet. Es läßt sich über ihre Leistungen etwasSpezielles nicht sagen, da die Lampen nicht probirl werden konnten.

Nr. 483. H. Secl jun. in Elberfeld stellte einen für die Laboratorien derApotheker bestimmten Dampfapparat auf, welcher dazu dient, um mit Hülfe vonDampf zu destillircn, abzudampfen, zu kochen, zu siltrireu. Die Ausführung allerTheile desselben ist gleich sorgfältig als geschmackvoll, und verdient diese nützlicheBorrichtung alles Lob. Dem Aussteller wurde die Preismedaille zuerkannt.

2. Württemberg .

Nr. 59. Friedrich Bührer von Lndwigsbnrg hatte eine Auswahl vonkleinen Kupfcrgefäßen, die als Spielzeuge dienen, ausgestellt. Sie waren fieißiggearbeitet und fanden von jungen Besuchern der Ausstellung viele Anerkennung.Ferner einige Backformen Schwäbischer Form, welche von der Englischen sehrverschieden ist.

Nr.jkl. Earl Wagner von Eßlingen, welcher dieselben Backformen in Mengefertigt, hatte ebenfalls dergleichen ausgestellt. Beide Aussteller machten mit Rechtdas Verdienst der billigen Preise geltend, welches jedoch vorn Preisgerichte nicht inBetracht genommen werden durfte.

Nr. 13. Wolfs von Heilbron» hatte einige interessante und sehr gut gefertigteApparate, theils Kupferschmied -, theils Zinngießer-Arbeit ausgestellt. Zwei derselbensind für den Gebrauch der Apotheker zum Destilliren und zum Kochen im Marienbäde.Sie sind bei den Deutschen Apothekern sehr beliebt, sinden aber in England, wo mehrim Großen gearbeitet wird, weniger Anwendung. Eine ganz vortreffliche Einrich-tung ist Wolffs transportabler Löthe-Apparat '), mit welchem Bleiplatten von2 Zoll ohne Anstand gelöthet werden können; derselbe sinket bei Herstellung vonBleikammern, Dächern und anderer gelötheter Mctallflächen die vortheilhaftestc An-wendung, da er außerordentlich rasch arbeitet, nnd keine Fenersgcfahr bedingt. DieJury ertheilte für die ausgestellten Gegenstände eine Belobung.

Nr. 7l. C. Dessn er von Eßlingen hatte von seinen trefflichen lackirte» undplattirten Waaren eine ziemlich große Auswahl ausgestellt, welche besonders reich anVogelkäfigen war. Bei letzteren war das durchgestoßene Blech in sehr sinnreicherund geschmackvoller Weise angewendet; nnd eine große Mannigfaltigkeit der Formen