Band 
Dritter und letzter Theil.
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XXII. Klasse. Mctallwaaren.

Fabrikation von Messingröhren dargestellt, wie das Blech in Streifen geschnitten zurRinne gewalzt, dann mit einem Mandarin durch ein rundes Zieheisen gezogen wird,welcher es vollends rund richtet; hierauf folgt die Löthung und nach dieser ein aber-maliges Ziehen ic. Seine ausgestellten Röhren waren sehr schön. Ebenso hatte erdas Ziehen des Messingdrahts dargestellt, wie die Platincn unter einem Schneidwerkein schmale Streifen geschnitten und diese ausgezogen werden. Er hatte Messing-draht ausgestellt, wo das Pfund 70,000 Englische Fuß lang sein soll. Er erhieltdie Medaille.

Nr. 352 a. Everitt und Sohn hatten gleichfalls derartige Erzeugnisseausgestellt und wurden dafür ebenso mit der Medaille belohnt. Nr. 519. ThomasHodges aus Dublin , dessen wir schon bei den Glocken erwähnt hatten, hatte Blei-röhren von ^ zu Zoll weit aus einer patentirten Komposition ausgestellt, welchesehr leichtflüssig ist. Nr. 616. Handsome und Comp. aus Huddcrsfield hattenBleiröhren, Bleidrähte und hohle Bleigesimse ausgestellt. Letztere waren sehr scharfgezogen und hatten gute Formen. Sie werden aber dem Zink weiche» müssen.

Nr. 667. Whitehouse, Cornelius und Comp. von Wolverhamptonhatte» ihre ohne Dorn geschweißten eisernen Röhren ausgestellt, welche in ähnlicherWeise, wie oben von den Messingröhren beschrieben, unter Walzen vorgebogen, dannaber zwischen zwei Eisenplattcn, deren obere hin und her geschoben wird, vollendsrund gerollt und znr Röhre geschlossen werden, was hier natürlich unter Anwendungder Glühhitze geschieht, und dann in einen Schweißofen kommen, aus welchem sieein vor demselben liegendes Walzenpaar pasfiren. Bei den sehr gleichförmig aus-gewalzten gut geschweißten Mustern befanden sich auch die ersten Proben des Erfin-ders. Außerdem hatte diese Firma geschmiedete Kreuzstücke für Röhrenleitungcn aus-gestellt, wofür sie die Medaille erhielt.

Nr. 411. (Kl. I.) Bird und Comp. hatten unter ihrer, Laien wie Sach-verständige zur Bewunderung hinreißenden Ausstellung von Eisenwaaren, gewalzteRöhren aller Größen von l Zoll an aufwärts bis 7 Zoll Durchmesser und 15 FußLänge, dabei auch Muster von trefflich emailllirtcn Stücken. (Vergl. Th. I. S. 206.)

§, 38 .

Das zollvereinte und nördliche Deutschland .

1. Preußen.

Nr. 647. Kissing und Möllmann i» Jscrlohn hatten gestanzte BronzeVerzierungen für Borhänge, Schlösser, Möbel u. dgl. in ziemlicher Auswahl aus-gestellt. Theils durch Unterlassung einer geschmackvollen Aufstellung, theils aberauch dadurch, daß die Auswahl der Muster keine glückliche war, hat die Waaren-sammlung nicht den günstigen Eindruck hervorgebracht, der sich von den Leistungendieses Hauses erwarten ließ.

Nr. 680. I. D. Eichelberg n. Comp. daselbst hatten nur eine einzige Gar-dinenverzierung ausgestellt; dieselbe war geschmackvoll und in Prägung so wie Farbegut ausgeführt, stand aber zu isolirt, um gegen die konkurrirenden Ausstellungen auf-zukommen. Es wurde eine belobende Erwähnung votirt.

Nr. 52. C. Heckmann in Berlin hatte eine 6 Fuß im Durchmesser haltendeVakunm-Pfanne ausgestellt, welche den ausgestellten Französischen und Englischenan Genauigkeit der Ausführung, sowie überhaupt an musterhaft ausgezeichneter Ar-beit gleich kam, weshalb dem in seinem Fache mit Recht geschätzten Fabrikantendie große Verdienstmedaille zuerkannt wurde. (Vergl. Th. I. S. 584.)