tz§. 39. u. 40. Belgische u. Französische getriebene u. Blech-Arbeiten. 15 l
besonders Badewannei! und Zuckerformen; ferner gcstanzte Verzierungen, welche aufHolz aufgenagelt und gleich diesem angestrichen werden, wo sie Stückarbeit ersehen,Schießpulverbückiseu u. dergl. mehr, wodurch die Anwendnng dieses wohlfeilen undleicht zu bearbeitenden Metalls sehr umfassend und einleuchtend dargestellt war. Daßdie Gesellschaft die große Verdienstmedaille erhielt, ist bereits erwähnt worden.
Nr. 37l. Remacle n. Pcrard von tzüttich hatte» durchbrochene, verzierte,getriebene Rundosen-Kappcn von dünnem Blech ausgestellt, um die ausgezeichneteBeschaffenheit ihrer auch durch eine hohe Politur und sehr schöne Farbe ausgezeich-neten feinen Sturzblcche zu zeigen; auch hier war im Treiben und Einziehen desEisens das mögliche geschehen. Abgesehen von den aufgctriebcnen Verzierungen,welche von außen täuschend einem feinen Kastengusse ähnlich sahen, waren Rundstäbe,Blätter, Karnise und Hohlkehlen von 1-j bis 2 Zoll Tiefe daran getrieben und dieaus 5 bis 0 Zoll hoch in diese» Formen anfgctieften Blcchstöcke wieder um 2 Zollweit eingezogen. Was kann man mehr verlangen von Eisenblech, welches keinenMillimeter dick ist! Die Aussteller erhielten die PreiSmedaille.
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Nr. 887. A. Ja »bin von Paris hatte Zinnfolien znr Tapezierung feuchterWände in verschiedenen gestreßten Mustern und farbig gefirnißt ausgestellt. Wirzweifeln, daß ein Metallüberzug gegen ein solches Uebel gute Dienste leisten wird,und möchten einen Ncberzug von hydraulischem Mörtel, der die Feuchtigkeit chemischbindet, und dadurch so erhärtet, daß er sie nicht mehr durchläßt, für besser halten.Die Folien sind übrigens sehr dünn, gleichförmig und haben hübsche Muster.
Nr. 979. Regniauld aus Paris hatte Kustferschmiede-Arbeiten, besonderskupferne Backformen ausgestellt, welche den Englischen sehr nahe kamen. 'Er erhielteine ehrenvolle Erwähnung.
Nr. 1340. Mallat aus Paris hatte seine Illiiiues inalteralilcs en or ot enstlatino mit Rubin- und Diamantspitzen ausgestellt, welche theils harte Metallspitzen(angeblich Irulium), theils wirkliche Edelsteinspitzen haben, dieselben haben sicheinigen Ruf erworben, sind aber theuer. Die Jury ertheilte ihnen eine PreiSmedaille.
Nr. 28. Blanzi, Pourl u. Comp. aus Boulogne furnier hatten ebenfallsStahlfedern ausgestellt.
Nr. 1557. Cail und Comp. von Paris hatten eine 8 Fuß im Durchmesserhaltende Vaknumpfannc mit kugelförmigem Deckel von vortrefflicher Arbeit ausge-stellt. Sie erhielten die große Verdienstmedaille. (Vcrgl. Tb. I. S. 585.)
Nr. 209. I. B. Hue aus Paris hat seine aus Messingblech gestanzten Hakenund Oesen nebst der Maschine zu deren Verfertigung ausgestellt. Diese fertigt,nach des Erfinders Angabe, eine fabelhafte Menge solcher Gegenstände, welche stärkersind als die aus Draht gefertigten und wohlfeiler zu stehe» kommen sollen, was aberwegen des bedeutenden Absalles beim Stanzen zu bezweifeln ist. Man wirft diesenOesen vor, sie schneiden den Faden ab, mit dem sie angenäht sind; dies ist aberbei richtiger Führung der Fabrikation kaum möglich, da sie längere Zeit in einemFasse mit Sand gerollt und dadurch aller scharfen Kanten beraubt werden.
Nr. 12l4. Gebrüder Estivaut aus Givet in den Ardeunen hatten fertiggeschmiedete Mcssingpfanuen aus einem Stücke von l Quadratfuß Größe zu 5 FußDurchmesser aufgctrieben, einschließlich 2 Zoll Wand und 2k, Fuß Tiefe geliefert,