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XXII. Klaffe. Metallwaarcn.
Perlmutter- und die überzogenen Knöpfe gleichzeitig im Handel vorkommen,so wurden auch die letzten: der XXII Klasse zugewiesen. In der Fabrika-tion sind aber diese verschiedenen Arten von Knöpfen zum Theil sehrwenig verwandt. Die gegossenen Knöpfe, welche übrigens jetzt sehrwenig mehr gebraucht werden, gehören technisch betrachtet entweder derZinngießcrci, oder der Gclbgiesicrci an. Tie gestanzlcn Knöpfe gehörenselbstredend zu den gcstanzten Metallarbcitcn, die Holz-, Bein-, Horn-und Pcrlmuttcrknöpfe der Drechslerei und nur die übcrsponnencn dereigentliche» Knopfmacherci an. An Orten, wie z. B. in Birmingham ,wo die Fertigung von Knöpfen aller Art sehr stark betrieben wird, werdendiejenigen Knöpfe, welche bei der Fabrikation nur durch wenige Händezu gehen haben, und dazu nur einfacher Einrichtungen bedürfen, vonden Arbeitern zu Hause gefertigt und an die Fabrikanten abgeliefert,welche in größeren Werkstätten die nur durch eine durchgeführte Arbcits-thcilung und durch theure Vorrichtungen im Vortheil darzustellendenKnöpfe sabrizircn lassen. So gehen dann die verschiedenartigsten Knöpfedurch eine und dieselbe Hand, ohne jedoch in einem und demselben Fa-brikgebäude gefertigt zu seyn.
Die gegossenen Metallknöpfe werden als Hausarbeit in Nürnberg gefertigt, sie bilden eine der geringsten Sorten, und werden nur von denuntern Klassen gebraucht. Die Fertigung der gestanzten Knöpfe erfordertdagegen viele Einrichtung; die Schilde der Knöpfe werden geprägt, essind dazu sehr viele Stempel notbwcndig. So verlangt man z. B. Knöpfefür Jäger, auf denen aus jedem Knopfe ein anderes Wild dargestellt ist;oft ist es erforderlich mit der Form zu wechseln, um den Anforderungender Konsumenten durch Abwechslung in den Mustern zu genügen, unddabei werden sehr verschiedene Größen verlangt. Die Fabrikation kannsich somit nur in großen geschlossenen Fabriken lohnen, und wird auchnur in solchen betrieben. Achnliches findet bei den gepreßten Hornknöpfenstatt. Die Fabrikation der Holz-, Bein- oder Pcrlmutterknöpsc,wozu in der Hauptsache eine einfache Drehbank erforderlich ist, wirddagegen als Haus-Industrie betrieben.
Die Fabrikation der übcrsponnencn Knöpfe ist meistens wiederumeine solche, die sich nicht für die Haus-Industrie eignet. Die Knöpfemüssen durch eine Reihe von Händen gehen; es sind mechanische Vor-richtungen zum Ausstößen der eingelegten Mctallblättchcn, der Ucberzügedes Futterzeugs, zum Ausdrücken dcö Rückcnschilds u. s. f. nothwendig.Bei keinem Fabrikate ist der Wechsel der Mode von größerem Einfluß,als bei den Knöpfen. Hier wird auch blos die Veränderung verlangt;ob schön oder nicht schön, darnach frägt man, soweit cS sich nicht umKnöpfe von bestimmter Zeichnung handelt, wenig, wenn nur die Arbeitfleißig und die Beschaffenheit des Stoffs die geeignete ist. Deshalb wäreauch die Beschreibung einzelner Formen oder Knopfkonstruktionen nicht