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XXII. Klasse. Metallwaaren.
mit den garnirten Seite» gegeneinander gekehrt und so zusammengestoßen, daß dieBürsten und Filze gegeneinander stehen. Die Filze und so auch die Bürstenreihenstehen nicht radial, sondern ein wenig schräg gegen den Radius. In der Sargeder Trommel bestndcn sich, je nach der Größe der Maschine, 2 bis 12 Löcher, durchwelche man die Messer in der Richtung des Radius so einstecken kann, daß die Klin-gen zwischen beiden Seiten eingeklemmt sind. Dreht man nun die Scheiben herum,so werden die Messer gescheuert. Man wirft Schmirgel in den Apparat, damit die-selben recht blank werden, deshalb sind auch die Scheiben aus einem Theile ihrerFläche blos mit Bürsten besetzt, um das Eindringen des Schmirgels zn "erleichtern.Der Apparat steht auf einem Gestelle, welches 2 Lager hat, in welchen sich die Welledreht. Keilt erhielt die Preismcdaille. Nr. 634, Thomas Master hatte einenähnlichen Apparat ausgestellt, an dessen Seiten sich blos Filzstreifen befinden. Erscheint weniger zu leisten als der Kentsche.
Nr. 397. Vincent Price von London hatte ebenfalls einen Messer-reiniger ausgestellt, bei welchen! die Filze und Bürsten auf der Peripherie einesin einer Trommel geschlossenen Cylinders sitze», deren Umhüllung nach innen eben-falls mit Bürsten und Filzen gefüttert ist. Die Messer werden parallel der Achsein die Peripherie des Bürstenrades eingesteckt. Während aber bei den bereits erwähn-ten Maschinen, wenn die Filze und Bürste» abgelaufen sind, einfach die beiden Schei-ben nur einander genähert zu werden brauchen, hat Price umständliche Vorrichtungennöthig, um ei» AehnlicheS zu erzielen. Derselbe Aussteller hatte eine Gabel-reinigung S-Maschine ausgestellt, die vielleicht eher Nachahmung verdient. DieGabel» sind an ihre» Heften zwischen 2 Stangen rechtwinklich eingeklemmt undwerden so durch eine Kurbelvorrichtung in einen, Kasten ein- und ausgezogen, inwelchem sich «ine ähnliche Bürstenvorrichtung, wie die oben beschriebene, befindet.
§. 46 .
Waschmaschine», Vorrichtungen zum Trocknen und Mangen
der Wäsche.
Price hatte ferner einen Centrifugal-Wäsche trockn er ausgestellt, eine Ein-richtung von außerordentlichem Nutzen. In eine sich in senkrechter Richtung umdrehende Trommel, welcher durch einen Betriebsriemcn eine sehr rasche Bewegung(900 —1000 Umdrehungen in der Minute) ertheilt werden kann, wird die Wäscheeingelegt und ihr das Wasser so weit entzogen, daß sie in ganz kurzer Zeit trockenist. Dabei braucht die Wäsche nicht mit der Hand ansgernngen zu werden, was siesehr schont. Die Trommel ist aus 2 verzinkten Blechschciben gefertigt, welche theilsdurch die Achse, theils durch die die Trommel bildenden verzinkten Rnndstäbe ver-bunden sind, zwischen welchen so viel Raun, gelassen ist, daß man mit einem Fingerdnrchgreifen kann. Die Trommel ist in zwei Theile abgetheilt, und hat somit inder eine» der beiden Seitenwandungen auch 2 halbrunde Thüren, wodurch dasAuS-und Einbringen der Wäsche sehr erleichtert wird; sie sitzt in einem blechernen Kasten,der zugleich das Gestell für die Uebertragung der Bewegung ist. Einen ähnlichenApparat, aber mit horizontaler Bewegung, hatten die Franzose» ausgestellt, der2000 Umdrehungen in der Minute macht.
Von den ausgestellten Wasch mangen und Waschmaschinen sollen nur diebesseren beschrieben werden. Nr. 542. Tindall von Scarborough hatte eine sehrniedliche Wäschmange ausgestellt. Drei 5 Zoll im Durchmesser haltende Walzenlaufen in einem eisernen Gestelle und werden mit einem Vorgelege bewegt. Um sie