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XXIII. Klasse. Arbeiten in edlen Metallen.
II. Juwelier-Arbeiten mit Edelsteinen und Perlen verziert.
III. Kameen, Pasten und Jntaglio's.
I V. Schmucksachcn von Elfenbein, Haaren, Bernstein , Horn, Meer-schaum und Korallen.
V. Schmucksachen in Eisen, Stabl und andern nicht edlenMetallen.
I). Emaillirte und damascirte Gegenstände.
L. Edelsteine, Perlen und verwandte seltene Gegenständeaus Indien und dem Orient.
Die Zahl der Aussteller belief sich auf ungefähr 600, von denen16 die große Verdienstmedaille, 63 die Preismedaille und 51 die ehren-volle Erwähnung erhalten haben. Zwei (mit dem Glaubensschild drei)der ersteren, sechs Preismedaillcn und neun ehrenvolle Erwähnungen fie-len davon aus die Zollvereins- und Norddeutschen Staaten. Die Anzahlder Artikel ist kaum zu berechnen, wie am leichtesten aus den Verzeichnissenerhellt, welche einzelne Häuser mit ihren Ausstcllungs. - Gegenständeneingesendet hatten, deren Zahlen sich oft in die Hunderte beliefen.
So bedeutend auch die Anzahl der Aussteller war, so schwer warcS, sich ein richtiges Urtbeil über den Standpunkt zu bilden, den dieserIndustriezweig gegenwärtig bei den verschiedenen Nationen in technischerund künstlerischer Beziehung annimmt, weil die Nationen gleichen Rangessich höchst ungleichmäßig bei der Ausstellung betheiligt hatten. Die Wich-tigkeit dieses Unternehmens war keineswegs von allen Rationen gleichanfangs richtig aufgefaßt worden. Daher kam es, daß die Industrielleneiniger Länder die Ausstellung entweder gar nicht beschickten oder ihreBeiträge so spät einsendeten, daß sie, einer nothwendig gewordenen Anord-nung zufolge, von der Preis-Konkurrenz ausgeschlossen werden mußten.Bedurfte es doch selbst in England bei Vielen der Uebcrrcdung, der Be-schämung, des Beispiels Anderer, ehe sie sich veranlaßt fühlten, an demWettkampfe Theil zu nehmen! - - In diesem Falle befanden sich Schwe-den und die Vereinigten Staaten Amcrika's , die sich jedoch in ibrcn spätangelegten Einsendungen noch so auszeichneten, daß wir es nicht habenunterlassen können, sie in die Aufzählung und Beurtheilung der Gegen-stände mit aufzunehmen.
Eine zweite Schwierigkeit, die wahre Stellung der Industrie ineinem Lande aus dessen Einsendungen zu erkennen, entsprang daraus,daß einige Staaten ganz besonders für die Ausstellung hatten arbeitenlassen. Sie konnten natürlich aus diese Weise Unglaubliches leisten; eswürde aber sehr unrecht sein, aus diesen sorcirtcn Leistungen einen Schlußauf den Standpunkt ihrer Industrie zu ziehen. So wurde namentlich vonFrankreich um jeden Preis „für die Ausstellung" gearbeitet, wie dies wie-derholte offizielle Aufforderungen des Handels-Ministeriums deutlich be-