Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
238
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238 XXIII. Klasse. Arbeiten in edlen Metalle».

für seine Knnstarbeiten in Elfenbein und Metall auch in der XXX. Klasse Gerech-tigkeit widerfahren, wohin auch das zierliche Schmuckkästchen in Elfenbein und Me-tall gehört, nach der Zeichnung von Dieterle, welches zu den gefälligsten und elegan-testen Gegenständen der Ausstellung zu zählen ist.

Hier hat Hr. Matifat die PreiSmcdaille für seine neuen und eleganten For-men in vergoldeter Bronze erhalten.

Das Gestell einer großen Mosaik-Tafel, ganz in vergoldeter Bronze mit schönenMaSkc» und Löwenfüßen, eine Uhr mit der Gruppe eines weiblichen Satyrs mitihrem Kinde nach Clodicn und die reichen Beschläge eines Gefäßes von altemSövre-Porzellan, in vergoldeter Bronze, — waren die Gegenstände, welche hauptsäch-lich in Betracht gezogen wurden.

Herr Matifat hat sich durchgängig als gebildeter Künstler und sorgfältiger Ar-beiter gezeigt.

Auch I. Aubanel (Paris ) hat in der XXII. Klaffe die große Verdienstmedaille'für gegossene Bronzen und Eisenarbeiten erhalten, in unserer Klasse aber wurde ihmdie Preismedaille zuerkannt, namentlich für einen Kamin in vergoldeter Bronze, imStyl Louis XIV ' Auf deinsclbe» stehen zwei mit Früchten gefüllte Vasen von„Griotte-Marmor," eine leichte Arkade erhebt sich in der Mitte über einer länglichenVase; eine andere Vase wird von der Arkade unterstützt, und aus derselben gehenArme für 17 Lichter hervor.

In den Arbeiten der Gebrüder Levy (Paris ) hat man mit Beifall eine un-gewöhnliche Vollendung bemerkt. Sie haben eine Menge vergoldete Bronzen aus-gestellt, wie sie für Porzellanarbeiteu verwendet werden; dieselben sind meist, wie dasdazu gehörige Porzellan, im Geschmack des Watteau durchgeführt. Sie haben dafürdie Preismedaille erhalten.

Die Ausstellung von A. Weygaud (Paris ) gleicht der vorhergehenden in Ge-genständen und Verdiensten. Seine Figuren in Bronze gehören der XXX. Klasse an.Hier erwähnen wir nur eine Uhr, den Ackerbau vorstellend, in welcher eine gefälligeWirkung durch die Verbindung der vergoldeten Bronze mit dem Elfenbein bewirktworden. Dem Aussteller wurde ebenfalls die Preismedaille zuerkannt.

Z. B. Marchand (Paris ) hat Kaminanfsätze in vergoldeter und versilberterBronze ausgestellt, wofür ihm die ehrenvolle Erwähnung zn Theil wurde.

Detouche und Houdin (Paris ) erhielten die ehrenvolle Erwähnung für diebronzene Ausstattung einer großen Uhr im Styl Louis XIV .

A. Thoumin (Paris ) hat gepreßte Verzierungen für Möbel ausgestellt unddafür die Preismedaille erhalten, da besonders die Vollendung, mit welcher dieselbenaus der Presse kamen, Nachahmungswerth erschien.

P. Marsaur und Legrand (Paris ) stellten, wie Herr Thoumin, gepreßteMöbelverzierungen aus, wofür ihnen die ehrenvolle Erwähnung zuerkannt wurde.

Sonst wären noch viele Bronzearbeiten zu erwähnen, die sich auf verschiedeneArt auszeichneten; viele jedoch haben, schöner Figuren wegen, in der XXX. Klasseihre Beachtung gefunden, andere stehen, wenn auch nur ein Geringes, den Vor-genannten nach.

L. Britisches Reich.

S. Wertheimer (London ) hatte eine» Schmuckkasten nebst Stand dafür,ersterer, wie andere von demselben Aussteller gelieferte Artikel, von recht guter Formund Arbeit eingesandt. Die Verzierungen bestanden aus Einlagen von Malachit.

3. Oesterreich.

Die von C. Leister und Sohn (Wien ) eingesandten Kandelaber zur Verzie-rung eines Schreibtisches gehören zu den geschmackvollsten und bestgcarbeiteten Bron-zen. Sie sind im Style Lonis XV. gehalten, von eleganter Form, mit weiblichinFiguren, welche mehr mit dem Ganzen in Verbindung stehen, als es gewöhnlich der