§. 74. Juwelierarbeiten in falschen Steinen, Perlen. 255
die unächtcn Edelsteine fabrizirt, die gewünschte Farbe zu geben, sind dieOryde folgender Metalle:
Gold für Purpur. (Curpnra Oas5ii),
Silber für gelbliches Grün,
Kupfer für schönes Grün,
Eisen für blasses Rotb,
Kobalt für Blau,
Zinn für Weiß (undurchsichtiges Emailglas),
Antimon für eine röthlichc Hyazinthfarbe,
Mangan, in geringer Quantität, um das Glas farblos zu machen,in größerer, um ihm eine Amcthystfarbe zu geben, und ingroßer Quantität, um es schwarz und undurchsichtig zumachen.
Fontaine hat in dem ,lo>»»:>l ä>: llln^i'pw folgende Vorschriften zurBereitung der- Masse für unechte Edelsteine gegeben. Reiner Feuerstein(Flint) oder Bcrgkrystall wird geglüht, in Wasser abgelöscht, pulverisirtund mittelst eines seidenen Siebes gesichtet, dann einige Stunden mitSalzsäure digerirt, ausgewaschen, getrocknet und nochmals gesiebt. Ausdieser Substanz bereitet er dann in folgender Weise fünf von ihm so ge-genannte Basen, indem er für die erste Base zu:
Theil so präparirten Flint- oder Kryftallpulvers,
2.^ „ Bleiweiß in Schuppen (seales),
^ „ Salpeter,
^ „ Borar,
^ „ Arsenikglas;
für die zweite Base zu:
1 Theil präparirtem Flint,
2^ „ Blciweiß,
^ „ Weinstein,
^ „ kalzinirten Borar;
für die dritte zu:
1 Theil präparirtem Bergkrystall,
2 „ Minium,
^ „ Salpeter,
^ „ Weinstein
zusetzt, die Mischung pulverisirt, und dreimal hintereinander schmilzt, undnach jedesmaligem Schmelzen in kaltes, ganz reines Wasser gießt.
Zu der vierten Base nimmt er:
1 Theil präparirten Bergkrystall,
3 „ kalzinirten Borar,
1 „ Weinstein,
schmilzt und gießt die Masse in lauwarmes Wasser, trocknet, fügt sodanneine gleiche Menge Minium hinzu und wiederholt das Schmelzen undAblöschen in Wasser noch zweimal.