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XXIII. Klaffe. Arbeiten in edlen Metalle».
6. Zollverein.
L. Keller und Comp. (Oberstem im Hcrzogthum Birkcnfeld) haben für ihreguten Arbeiten in Karneol, Onpr und Achat die Preismedaille zuerkannt bekommen.
Ihre sehr kompletten Thccservice, aus 40 Stücken bestehend, in rothem und wei-ßem Karneol, und besonders ihre Schmuckkästchen in grünem MooSachat, sprechendurch ihre einfachen aber geschmackvollen Formen sehr an und zeugen durch ihre be-sondere Größe von der wohl eingerichteten Werkstatt der Aussteller.
Wild und Robinson (ebendaselbst) haben sich durch große Mannigfaltigkeit sehrgut gearbeiteter Artikel bemcrklich gemacht. Die Preismedaille aber erhielten sie na-mentlich für zwei schöne Blnmengcfäße von Onhr, wo die weißen Adern natürlich,das Schwarz künstlich gefärbt war; für zwei große Kalcedon-Gefäße, roth gefärbt;für eine große Kette von Kalcedon , aus einem Stücke gearbeitet, und für eineSchnupftabaksdose von grünem Jaspis.
Will). Bergmann (Warmbrnnn in Schlesien). Die große Anzahl sehr aus-gewählter und gut geschnittener und geschliffener Rauchtopase anS dem Riesengebirge und einige gut gearbeitete Petschafte haben dein Herrn Bergmann mit Recht dieehrenvolle Erwähnung erworben.
Eine Folge von 59 achteckige» und ovalen Rauchtopascn dient als eine Far-benskala dieses Steines.
Karl Weber (Mannheim ). Zu den Seltenheiten in dieser Abtheilung gehö-ren die von Herr» Weber ausgestellten geschliffenen Ringe aus Rheinkieseln.
Der Graveur für Pasten und akademische Künstler, Martin Krause zu Ber-lin , hatte Abgüsse der 12 in Onpr geschnittenen Apostel auf dem Schilde, welchesSe. Mas. der König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen als Pathengeschenk fürden Prinzen von Wales fertigen ließ und ein Armband von 10 Glaspasten mit darausentnommenen Abgüssen von Gemmen aus der Königt. Sammlung zu Berlin , inachtkaräthigem Gold gefaßt, zum Preise von 30 Thlr., in fieißiger Arbeit ausgestellt.
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Juwelierarbeiten in falschen Steinen, Perlen rc.
Bevor wir zur Betrachtung der einzelnen in dieser Abtheilung aus-gestellten Artikel übergehen, wollen wir hier in der Kürze einige Worteüber die Vcrfahrungsweise vorausschicken, deren man sich bedient, umNachahmungen von Edelsteinen und Perlen hervorzubringen. Bon bei-den Artikeln waren in der Ausstellung so ausgezeichnete Ercmplare vor-handen, daß sie das Auge des geübtesten Kenners zu täuschen im Standewaren, und man zur Waage oder Feile greifen mußte, um sich zu über-zeugen, ob man mit einem Produkte der Natur, oder der Kunst zu thunhabe.
Die Nachahmung von Edelsteinen ist ein interessanter Zweig derChemie, der schon früh — in Aegypten und Griechenland — eine sehrhohe Stufe der Vollkommenheit erreicht hatte. Gegenwärtig hat manes so weit gebracht, daß man alle Edelsteine, mit Ausnalune des edlenOpals, nachzuahmen im Stande ist. Am besten läßt sich der Chrysopraswiedergeben.
Die Substanzen, die man anwendet, um der Masse, aus der man