Band 
Dritter und letzter Theil.
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XXIII. Klasse. Arbeiten in edlen Metallen.

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2. Britisches Reich.

Die schönen Arbeiten in geschliffenem und polirtein Stahl, welche bei unserenGroßältern eine so große Rolle spielten, sind in neuester Zeit wieder in Aufnahmegekommen. Unter den Arbeiten der verschiedenen Nationen in dieser Art zeichnen sichdie Englischen Waaren durch große Reinlichkeit des Schnitts »nd hohe Politur aus.

I. Durham (London ) hat für seine sehr ausgezeichneten Arbeiten dieser Gat-tung die PreiSmcdaille erhalten.

Chatelain nennt man hier die Art von Stahlschmuck, in welchem eine Mengenützlicher Kleinigkeiten, als: Scheere, Etui, Nadelbüchse, Messer, Falzbein ic., wobeiin England das Memorandumbuch nicht fehlen darf, an Ketten befestigt, von einerArt Schild herabhängt; es läßt dieser Artikel eine große Mannigfaltigkeit gcschmackvoller Formen und Verzierungen zu, und das Ganze erhält durch die Facettirung undhohe Politur ein sehr reiches Aussehen.

Das Stück, für welches Herr Durham namentlich die Preismedaille erhielt, be-stand aus 12 Artikeln, und eben so viele Monate kostet das Ganze einem geschickte»und fleißigen Arbeiter, woraus man auf den Preis desselben schließen kann.

Heeley und Söhne (Birmingham ) erhielten gleichfalls die Preismedaille fürEhatelaiiis und Börseiiornamente, welche sich durch eine sehr vollkommene Arbeit auszeichneten.

3. Frankreich .

D esfontaines, aus dem Hause Lcroy n. Söhne(Paris ), hat eine der schönstenEisenarbeiten ausgestellt, welche dabei von bedeutenden. Umfange ist. Es ist dieseine große Stutzuhr niit Kamiiianfsätze», um so interessanter, da dieselben jn Zeichnnng und Anwendung des Materials neu sind.

Der Körper der Uhr und der dazu gehörigen Kandelaber-Vasen sind von tief-blauem Porzellan, alle Ornamente rc. dagegen von Eisen und mit Gold eingelegt.Die Verzierung der Uhr stellt den Kampf von fünf Kriegern um die Oriflamme vor;eine sehr geistreiche Gruppe. Die Kandelaber sind mit einer Statue des h. Michaelgeziert. Auf den Henkeln kämpfen Ritter mit Drachen.

Diese geschmackvolle und umfangreiche Arbeit schien die Jury zu berechtigen, demHerrn Desfontaines die Prcismcdaille znzuertheilen.

') Vergl. oben Seite 60.

Abschnitt IV.

Emailirte und damascirtc Werke.

8- 77.

bmail auf Gold und Silber.

Emailiren nennt man das Ucbcrziehen von Metall- oder ähnlichenim Feuer beständigen Arbeiten mit einer weißen oder farbigen Glasmasse.Das Email ist entweder durchsichtig oder gewöhnlicher undurchsichtig.

Das einfachste Email, welches allen übrigen Arten derselben zur Basezu dienen pflegt, erhält man durch Zusatz von Zinn - und Bleioryd zueiner gewöhnlichen Glasmasse. Zu diesem Behufe werden 15 bis 50Theile des ersteren zu 100 Theilen Bleioryd gemischt und die pulverisirte,