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88. 75. und 76. Schmucksachen aller Art.
Obgleich unter den Arbeitern in Gagat (Jet) sich keiner hinlänglich hervorge-than hat, um einen Preis zu verdienen und uns dadurch Gelegenheit zu geben, diesesso sehr zierlichen Materials besonderer Erwähnung zu thun, so können wir es dochnicht umerlaffen, es zu nennen, da man diesen Gegenstand in Deutschland eben sogern hat, als er dort selten echt vorkommt, und darauf aufmerksam zu machen, welchergroße Unterschied zwischen der echten und der oft sehr treu nachgeahmten Arbeit be-steht, die sich fast nur durch Gefühl und Gewicht erkennen läßt,
ES gehört dieser Artikel fast ausschließlich England an, wo die darin gearbeite-ten Schmuckartikel durchgängig für die Trauer dienen,
I. Greenburg hat außer einigen Arbeiten in Gagat auch eine sehr interessanteFolge von Stücken rohen, nur halb geschliffenen Gagats ausgestellt; in mehrere der-selben sind Kiesel verwachsen.
Am nächsten dem Gagat verwandt ist eine Art in Wasser versteinerten Eichen-holzes, Bogwood, aus welchem sich eine Masse meist gering gearbeiteter Schmuck-und anderer Artikel vorfanden. Die meisten dieser Gegenstände gehören unter diegeschnitzten Arbeiten; dabei waren jedoch auch Schinuckartikel mit Wicklow- (Irländisch)Gold und Diamanten verarbeitet. Unter diesen zeichneten sich die Arbeiten der Hrn,Denis Eonnell, Julius MaSby und Thomas Nennet aus.
§. 76 .
Schmucksachen in Eisen, Stahl und andern unedlen Metallen,Stahlketten, sogenannte Chatelains, Degengriffe, Schnallen,Berliner Eisen-Ornamente rc.
1, Zollverein.
Königliche Eisengießerei in Berlin '),
Obgleich die von dieser Fabrik ausgestellten Artikel kaum unter die oben ge-nannte Rubrik zn bringen find, so müssen wir sie doch hier einschalten, da sie ebenso wenig zu den Waffen gehören und das Metall, aus dem sie gefertigt worden, nurin diese» zwei Abtheilungen vorkommt. Dennoch ist es mehr die eingelegte Silber-arbeit, welche diese Artikel zu unserer Klaffe bringt. Es sind dies nämlich zwei inEisen gegossene Kandelaber und eine große Vase von gleichem Metall, und insoferndiese drei Stücke Kunstartikel find, als welche sie sogar sehr hoch stehen, würden siealle drei in die XXX, Klaffe gehöre»; der Silbereinlagen wegen aber sind sie unsüberlassen worden.
Die zwei Kandelaber, mit Amazonengrul'l'en als Aufsatz, sind nach der Zeichnungdes Professor Strack, die Amazonen von Professor Fischer,
Die Vase, von 3^ Fuß Durchmesser, 2 Fuß 8 Zoll hoch, hat einen sehr gutgearbeiteten Fries nach Thorwaldsen's : Einzug Aleranders in Babylon, Die Vaseselbst ist von einer sehr eleganten Form und an ihr wie an den Kandelabern ist eingeschmackvolles klassisches Ornament in Silber eingelegt. Auch die Farbe des Eisensverdient Beachtung.
Für diese eingelegten Silber-Verzierungen ist dieser Fabrik die Preis,nedaillezuerkannt worden.
Von den sonst so beliebten Berliner Eisenguß-Arbeiten, welche dem Befreiungs-kriege ihre Entstehung verdanken, waren einige sehr artige Artikel durch A, F, Leh-man» (Berlin ), F, A, Jacoby (Brannschweig) und A, R, Seebaß und Comp,(Offenbach ) ausgestellt. Der Fluß des Metalls, die Zierlichkeit der Zeichnung unddie Vollkommenheit der Arbeit sind bei Allen gleich beachtenswerth,
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