Band 
Dritter und letzter Theil.
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XXIV. Klasse. Glaswaaren.

Nächst England ist Belgien in der Glasfabrikation außerordentlichvorangcschritten, so daß die Produktion seit dem Jahre 1840 sich wohlauf das Vierfache vermehrt hat. Diese außerordentliche Vermehrungkann man in ihrer Progression schon aus nachstehenden Ein- und Aus-fuhrlistcn, obgleich solche nur bis zum Jahre 1846 reichen, ersehen:

Einfuhr:

1841 GlaSwaaren im Werthe von

1842

1843

1844

1845

1846

533,000 Francs.

349,000 -

308,000

499,000

442,000

261,009

Ausfuhr:

1841 GlaSwaaren im Werthe von 0,382,000 Francs.

1842 - - - - 6,000,000 -

1843 - - - - 5,939,000

1844 - - - - 7,500,000 -

1845 - - - - 9,900,000

1840 - - - - 12,592,000 -

Die Fabrikation von gegossenen Spiegeln, welche erst 1840 in Bel-gien eingeführt wurde, hat ungeachtet vieler Hindernisse und zu bekämpfen-der Schwierigkeiten, worunter namentlich die Konkurrenz mit den altenkolossalen Spiegclmanufakturen zu St. Gobain und St. Cirey in Frank-reich, es dock> dahin gebracht, daß jetzt sogar Belgische Spiegel nach Frank-reich eingeführt werden.

Die große Spiegclsabrik St. Marie d'Oignies erzeugte im Jahre1844 nicht mehr als 10,000 Quadratmeter Spiegelglas, im Jahre1846 bereits 30,000 Quadratmeter, so daß die Ausfuhr an Spiegel-glas, welche im Jahre 1844 einen Werth von 218,945 Frcs. gehabthatte, im Jahre 1846 einen Werth von 1,119,302 Frcs. erhielt, wovonallein für 659,356 Frcs. nach Frankreich gingen, obgleich belegte Spie-gel gar nicht nach Frankreich eingeführt werden dürfen, auf unbelegtenaber ein Zoll von 28 Prozent des Werthes liegt. Die Französischen Fa-briken dagegen bezahlen für die Einfuhr ihrer Produkte nach Belgien nur5 bis 6 Prozent.

Die weißen Hohlglaswaarcn aus Bleiglas haben ebenfalls sich sehrvervollkommnet, obgleich sie den Englischen noch nachstehen, dagegen aucheinen viel geringeren Preis haben. Im Jahre 1841 wurden von diesenHohlglaSwaaren für 876,000 Frcs. ausgeführt und im Jahre 1846schon für 2,068,000 Frcs.

Die bedeutendste Ausdehnung in den verschiedenen Glasfabrikations-zweigen hat aber unstreitig die Fabrikation des Tafelglases erhalten, wel-ches, mit Ausnahme Frankreichs und Rußlands , in welchen Ländern dieEinfuhr verboten ist, durch die Vortheilhaften Transportmittel, von demHafen Antwerpens aus, begünstigt, nach allen Theilen der Welt versen-det wird.